Quasi der letzte Saisonhöhepunkt im kreislichen Männerfußball steht morgen mit dem Kreispokalfinale in Salzwedel (beim ESV Lok) auf dem Programmplan. Um 15.30 Uhr spielen der SV Liesten 22 und der SV Eintracht Salzwedel 09 im Werner-Seelenbinder-Stadion um die Kreispokal-Krone.

Salzwedel l Und mit Recht darf man dieses Match als Traumfinale bezeichnen. Zum einen sind beide Teams auch Gegner in der Liga (Landesklasse I) gewesen, zum anderen hat das Match echten Derbycharakter - doch nicht nur das. Viele Spieler des SV Liesten schnürten bereits auch die Töppen für den SV Eintracht Salzwedel. In erster Reihe sind dabei sicher Michael Piotrowski, Matthias Wiese oder auch Marian Falkenhagen zu nennen. In der Liga konnte jede Mannschaft ein Spiel für sich entscheiden. Zunächst gewann die Eintracht in der Hinrunde mit 2:0, und im Rückspiel drehte der SVL den Spieß um und siegte 4:1.

Salzwedeler Stadion der Austragungsort

Ein echtes Heimspiel ist es aber für die Salzwedeler nicht, denn nicht der Verein selbst, sondern der ESV Lok Salzwedel ist Gastgeber. Gespielt wird obendrein im Stadion, die Heimspielstätte der Eintracht ist hingegen der Sportplatz Flora.

"Von daher ist es kein echtes Heimspiel für uns. Aber viele unserer Spieler, und auch die vom SV Liesten, kennen den Platz im Stadion, haben darauf jahrelang in der Jugend gespielt. Für mich ist es wichtig, dass es ein interessantes und faires Spiel wird", so SVE-Coach Burghardt Schulze.

Der sieht seine Elf - nicht nur mit Blick auf die gute Rückrunde - mit den Liestenern "mittlerweile auf Augenhöhe". Einen Favoriten gibt es seiner Meinung nach aber nicht. "Wenn wir unsere Vorgaben klar umsetzen und unser Spiel durchziehen, dann können wir gewinnen. Und wenn man in einem Finale steht, dann muss das natürlich auch das Ziel sein", so Schulze weiter.

Der muss natürlich auch im Finale auf die Langzeitverletzten Mario Heinicke, Christian Minkus und Maximilian Müller verzichten. Auch hinter den Einsätzen von Stefan Schmidt und Christian Tietge stehen noch kleine Fragezeichen. "Ich bin mir aber sicher, dass wir auch mit weniger Personal eine schlagkräftige Truppe für Sonnabend aufbieten können, das haben wir in dieser Saison schon oft bewiesen", so der Trainer, der ein letztes Mal auch auf den bereits verabschiedeten Marko Trostmann zurückgreifen kann.

Für die Liestener geht es in diesem Match um den dritten Titel in Serie. Während die Elf von Spielertrainer Lucas Bresch in der Saison 2011/2012 im Finale den SSV 80 Gardelegen mit 5:1 vom Platz fegte, gewannen die Mangrapp Co. im vergangenen Jahr gegen den FSV Heide Letzlingen knapp mit 4:3 nach Verlängerung. Nun könnte also der dritte Streich gelingen, doch Co-Trainer Dietrich Timm warnt. "Ich bin mir sicher, dass es ganz schwer für uns wird. Natürlich haben wir die Chance, zum dritten Mal in Folge den Pokal zu holen, aber da hat Salzwedel auch ein Wort mitzureden".

Personell drückt der Schuh bei den Liestenern aber weiterhin mächtig. Martin Böhm trägt Gips, Robert Diekmann plagt der Oberschenkel und Niels Bierstedt laboriert an einer Knöchelverletzung. "Wir müssen sehen, wie sich die Verletzungen entwickeln, vielleicht kann der eine oder andere doch noch spielen", so Timm. Der sieht seinen SVL aber eher in der Außenseiterrolle gegen "sehr starke Salzwedeler".

 

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