Der SV Oebisfelde mischt in der kommenden Saison in der Sachsen-Anhalt-Liga der männlichen B-Jugend mit. Dank des dritten Platzes beim Qualifikationsturnier in eigener Halle gelang den Allerstädtern am Sonntag der Sprung in die höchste Spielklasse des Landes.

Oebisfelde l Den realisierten auch der SV Irxleben und die SG Kühnau. Auf der Strecke blieb Rot-Weiß Staßfurt. Die Allerstädter gingen mit der C-Jugend an den Start, die in der abgelaufenden Saison Rang zwei in der Nordliga belegt hatte. Zudem erhielt die Sieben von Trainer Sven Breitender Verstärkung von der B-Jugend, die in der neuen Saison als A-Jugend ebenfalls in der Sachsen-Anhalt-Liga auflaufen wird, allerdings keine Qualifikationsspiele bestreiten musste. Hans Breiteneder, Lars Wiesäbel, Niklas Müller und Felix Grosche, alle noch spielberechtigt für diese Altersklasse, konnten so eingesetzt werden. Das Quartett hatte auch großen Anteil daran, dass der Mannschaft der Aufstieg gelang.

SV Oebisfelde - SV Irxleben 19:18 (7:12). Wie schwer die Aufgabe Aufstieg wird, bekam der SVO gleich zum Auftakt gegen Irxleben zu spüren. Denn zur Pause lagen die Hallenherren mit 7:12 im Hintertreffen. Auch nach Wiederanpfiff änderte sich das Bild zunächst nicht. Als Irxleben sich dann sogar auf sechs Treffer abgesetzt hatte (16:10), schien die Partie gelaufen zu sein. Doch dann schwang sich die Breiteneder-Truppe zu einer furiosen Aufholjagd auf. Der 15:16-Anschluss gelang. Irxleben zeigt sich geschockt, konnte aber noch einmal auf 17:15 erhöhen. Gegen die Schlussoffensive waren die Gäste aber machtlos. Die Oebisfelder gewannen die spannende Partie mit 19:18 und legten damit den Grundstein für den Aufstieg. Der erfolgreiche Auftakt war immens wichtig, wie sich im weiteren Turnierverlauf zeigen sollte.

Niederlage gegen Kühnau geht in Ordnung

SV Oebisfelde - SG Kühnau 16:19 (8:9). "Die Niederlage geht in Ordnung. Wir waren nicht konzentriert genug", sagte Trainer Breiteneder. Ihre beste Phase hatten die Allerstädter, als Niklas Müller, Issac Fahr (2) und Felix Grosche mit vier Treffern am Stück den 2:4-Rückstand in eine 6:4-Führung umgewandelt hatten. Doch dieses Niveau konnte der SVO leider nicht halten. Zwar blieb es zunächst eng, Issac Fahr besorgte nach der Pause den 9:10-Anschluss, doch dann setzten sich die spielstarken Kühnauer Tor um Tor ab. Durch die Niederlage setzte sich der SVO unter Druck. Denn zum Abschluss gegen Staßfurt musste nun mindestens ein Punkt her.

SV Oebisfelde - Rot-Weiß Staßfurt 16:15 (7:9). Mit einer Niederlage wären die Oebisfelder raus gewesen. Grund: Bei gleichem Punktestand mit Staßfurt - Irxleben und Kühnau waren bereits durch - hätte das Spiel gegeneinander gezählt. Dem Druck schienen die Oebisdfelder zunächst nicht standhalten zu können. Staßfurt lag nach neun Minuten mit 6:0 vorn. Es deutete sich ein Fiasko an. Doch es spricht für die Moral der Allerstädter, dass sie trotz des fast schon aussichtslosen Rückstandes nicht aufgaben. Felix Kleist setzte mit zwei Treffern zum 2:6 das erste Zeichen. Dem folgten drei von Niklas Müller, der seine Farben auf 5:6 heranführte. Zur Pause, alle Partien gingen über zwei 15 Minuten Abschnitte, lag Staßfurt dann mit 9:7 vorn.

Nach dem Wechsel vermochten die Oebisfelder das Blatt dann zu wenden. Issac Fahr und Max Heidler (2) warfen die 10:9-Führung heraus (20.). Allerdings konnte sich der SVO nicht absetzen. So stand der Einzug der Oebisfelder in die Sachsen-Anhalt-Liga bis in die Schlussphase hinein auf des Messers Schneide. Zum Glück behielten die SVO-Jungen die Nerven. Auch Kreisläufer Andrè Lachmann. Mit dem letzten SVO-Tor zum 16:15 und gleichzeitigen Endstand machte der Breitenroder alles klar für seine SVO-Sieben.