Böckwitz (tko/eb) l Zu den 36. Internationalen Deutschen Meisterschaften in der Leichtathletik der Behinderten hat sich die Weltspitze wieder in Berlin getroffen. 563 Athletinnen und Athleten aus 35 Nationen kämpften in 216 Entscheidungen um die Medaillen und um einen Startplatz beim Finale der IPC Athletics Grand Prix in Birmingham am 25. August 2014.

Neben den besten und bekanntesten deutschen Athleten wie den Paralympicssieger, mehrfachen Weltmeister und Weltrekordhalter Markus Rehm (Weitsprung) fand sich die versammelte Weltspitze in den Berliner Startlisten im Jahn-Sportpark wieder. 86 deutsche Vereine mit 235 Sportlerinnen und Sportlern vertreten, stellten als Gastgeber erwartungsgemäß das größte Länderteam.

Unter diesen befand sich auch der Böckwitzer Ralf Düring (BSV Salzwedel). Er startete bei den Senioren M 50 und wollte seine sportliche Chance sowohl im Standweitsprung wie über die 100 Meter-Sprintstrecke suchen. Durch eine Verletzung im Abschlusstraining im Adduktorenbereich wurden aber die Chancen um einiges geschmälert, was durch das nass-kühle Wetter noch verstärkt wurde.

Es fing mit dem ersten Versuch im Standweitsprung von 2,11 Meter gut an. Aber danach blockierte alles vom Kopf bis zum Fuß und nicht nur beim Böckwitzer. Nur der Halberstädter Torsten Nitsch konnte ebenfalls nur mit einem Sprung, einen besseren Versuch landen, so dass es trotzdem zum Vize-Titel reichte.

Die Vorbereitungen zum 100 Meter-Sprint klappten Optimal, zumal die bisher erreichten Zeiten im Jahr auf eine Titelverteidigung hoffen ließen. Düring kam sehr gut aus dem Block, aber nach dem fünften Schritt musste er den Sprint abbrechen, da die Adduktorenzerrung sich akut bemerkbar machte. Übrigens, die Siegerzeit der M 40 hätte Düring auch ohne Verletzung unterboten.

Als Trainer des VfL Wolfsburg war er ebenfalls mit seinen Schützlingen erfolgreich. Zwei Jungs durften sich über einen Bronzerang bei internationaler Konkurrenz freuen.