Im gewohnt kleinen Rahmen richtete der Reit- und Fahrverein (RFV) Henning von Treffenfeld Beetzendorf am Sonnabend sein Reit- und Springturnier auf eigener Anlage aus. Der Veranstalter freute sich über 175 Nennungen und nahezu optimale Bedingungen.

Beetzendorf l Klein, aber oho - so könnte das Motto dieses Turniers auch lauten. Um einen größeren Wettkampf zu organisieren, fehlen dem kleinen Verein aus Beetzendorf insbesondere die finanziellen Mittel, aber auch noch viele weitere fleißige Hände. Doch immerhin richtete der RFV am Sonnabend bei herrlichstem Wetter nun schon zum sechsten Mal sein Reit- und Springturnier aus - und mit der Teilnehmerzahl von 175 konnte er auch zufrieden sein. Zwar sank sie im Vergleich - im Schnitt sind es jährlich 200 Reiterinnen und Reiter - zum Vorjahr, doch das war der Tatsache geschuldet, dass parallel in Breitenrode ein zweites bedeutsames Turnier ausgetragen wurde.

Mit gewohnt sieben Prüfungen ging der Wettkampf auch in diesem Jahr über die Bühne. Der Höhepunkt war dabei die Springprüfung Klasse A** - das sogenannte Beetzendorfer Derby. Als Siegerin in dieser Prüfung ging Chantal Rose von der RSG Pritzwalk hervor. Auf Armani blieb Rose fehlerfrei und bewältigte den anspruchsvollen Parcours in 60,46 Sekunden. Hinter ihr landete übrigens mit Anja Ahrendt vom Reit- und Fahrverein Kunrau auf Laxness eine Westaltmärkerin. Rang drei ging an eine Amazone aus der Ostaltmark, Juliane Gafke (RFTV Krumke/Queeness).

Allerdings drückten auch weitere Regionsvertreter dem Turnier ihren Stempel auf. Beispielsweise die für den RV Kemnitz startende Anja Neuhaus. Auf Cansas gewann sie die Springpferdeprüfung Klasse A** mit einer Wertnote von 8,30. In dieser Konkurrenz musste sich Andreas Kempf vom RFV Klötze auf Stella (8,20) zwar mit Platz zwei begnügen, dafür ging der Purnitzstädter allerdings als Sieger der Springpferdeprüfung Klasse L hervor. Dort ging er ebenfalls mit Stella an den Start und erreichte eine Wertnote von 8,80. Die reichte ihm für Rang eins. Seine Verfolger hießen Steffen Rossau (RFV Flessau/Quaid`s Lady F/8,50) und Hans-Joachim Schwarz (RFV Kunrau/Alcapone/8,40).

Ebenfalls hervorzuheben wäre Fritz Müller vom RFV Mahlsdorf. Der sicherte sich den Gesamtsieg in der Springprüfung Klasse A**. Auf Lasko blieb er fehlerfrei und brauchte für den Parcours nur 45,09 Sekunden. Außerdem erreichte Müller jeweils dritte Plätze in der Punktespringprüfung Klasse L (auf Quentin Tarantino) und in der Springprüfung Klasse L mit Stechen (auf Lasko). Das gute altmärkische Gesamtergebnis rundete Armin Streiter, startend für die RSG Sanne-Fleetmark, ab. Er sicherte sich in der Springprüfung Klasse L mit Stechen auf Casablanca fehlerfrei in einer Zeit von 39,98 Sekunden Rang eins und erreichte zudem in der Punktespringprüfung Klasse L hinter Mandy Neuschulz (RV Ihleburg), ebenfalls auf Casablanca, einen guten zweiten Platz.

Ein gutes Turnier bestritt auch die junge Kemnitzerin Marie Mellis. Sie sicherte sich immerhin zwei zweite Plätze. Auf Lucida blieb sie in der Springprüfung Klasse E fehlerfrei (46,49) und landete nur knapp hinter Siegerin Stephanie Schulze (RFV Wittingen). Übrigens ging in dieser Prüfung auch Rang drei an die junge westaltmärkische Amazone (auf Phillis/47,90 Sekunden). Außerdem holte sich Mellis auch in der Springprüfung Klasse A** Silber. Auf Phillis blieb sie ebenfalls fehlerfrei - und mit einer Zeit von 48,08 Sekunden war lediglich der Mahlsdorfer Fritz Müller besser als die RV-Starterin.

Steffen Rossau vom RFV Flessau freute sich in der Springpferdeprüfung Klasse L auf Quaid`s Lady F über einen guten zweiten Platz (Note 8,50) und erreichte in der Springpferdeprüfung Klasse A** auf C.B. Blue (8,10) immerhin Rang drei. Auch wenn es für den Ostaltmärker nicht für einen Gesamtsieg reichte, so konnte auch er mit seinem Abschneiden zufrieden sein.

 

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