Lauchhammer/Klötze (per) l Besser als erwartet haben sich die drei Kraftsportler des VfB Klötze bei den am vergangenen Wochenende in Lauchhammer stattgefundenen Deutschen Meisterschaften geschlagen. Die Altmärker heimsten nämlich durchweg Medaillen ein.

Auf dem Meisterschaftsprogramm des Bundes Deutscher Kraftdreikämpfer stand in Lauchhammer zum ersten Mal die Wettkampfdurchführung ohne die sonst gebräuchlichen und leistungsfördernden Hebershirts. Die Meisterschaft wurde deshalb auch mit dem dafür gültigen Zusatz "RAW" ausgeschrieben.

VfB-Junior Jan Grigat, der im Dreikampf der Gewichtsklasse plus 120 Kilogramm antrat, holte sich souverän den Titel eines Deutschen Meisters 2014. Seine 215 Kilo in der Kniebeuge und 145 im Bankdrücken waren sogar neue persönliche Bestleistungen. Diese Leistung toppen konnte Jan sogar noch beim Kreuzheben, wo seine gezogenen 261 Kilo ein neuer Deutscher Rekord sind. Mit diesem Ergebnis hatte man im Klötzer Lager auch gerechnet.

Nicht allerdings damit, dass bei den Aktiven im Bankdrücken Tino Bohneberg und Robert Bitter sich Medaillen würden holen können. Doch ihr bekannter Ehrgeiz und ihre Wettkämpfhärte wurde jeweils mit Bronze-Medaillen belohnt. Beide schnupperten sogar an Silber.

Tino Bohneberg, in der Gewichtsklasse bis 74 Kilogramm am Start, bewältigte im ersten Versuch sicher 125 Kilo. Beim zweiten Versuch schob der Klötzer 132,5 Kilo und ließ im Dritten dann 135 auflegen, was für Platz zwei gereicht hätte. "Wenn Tino im Meisterschaftsvorfeld nicht Probleme mit der Schulter gehabt hätte, die nur ein eingeschränktes Training erlaubten, wären die 135 Kilo von ihm sicher gekommen. Auf den dritten Platz kann er auf jeden Fall stolz sein", lobte VfB-Spartenleiter Günter Lüdecke seinen Wettkämpfer.

Lob heimste auch Robert Bitter von Lüdecke ein, denn nach längerer Wettkampfpause wagte er in der Gewichtsklasse bis 120 Kilogramm gleich den Debütstart bei den nationalen Meisterschaften. Und das mit der Bronze-Medaille überaus erfolgreich. Nach der sicher gewählten und bewältigten Anfangslast von 155 Kilo folgten 170 im zweiten Versuch. Weil die Anwärter auf Gold und Silber in Sichtweite lagen, ließ Bitter mit viel Risiko 185 Kilo auflegen, die für Platz eins gereicht hätten.

Doch diese Last erwies sich für ihn noch als zu schwer. Mit Bronze erfüllte sich für den VfB-Mann jedoch ein heimlicher Wunsch.