Dass die Vereine sich auch auf junge Leute verlassen können, wird am Beispiel Dennis Urban deutlich. Der erst 17-Jährige hat bei der SG Pretzier als Spieler der A-Junioren und Schiedsrichter schon eine bedeutende Stellung - und genug hat der Youngster noch lange nicht.

Pretzier l Mittlerweile elf Jahre ist Dennis Urban nun bereits Fußballer mit Leib und Seele. Er durchlief in Pretzier den kompletten Nachwuchs und ist bereits in der A-Jugend angekommen. Nun klopft der Youngster an die Tür zur Männermannschaft. Auch als Referee ist der 17 Jahre junge Westaltmärker Woche für Woche viel auf Achse.

Von der Mutter auf den Sportplatz geschickt

Auf eine eher kuriose Art und Weise kam Dennis zum Fußball. "Meine Mutter wollte damals, dass ich etwas im Bereich des Sports mache", erinnert sich Urban zurück. In Pretzier wird Fußball nun einmal groß geschrieben. 2003 schloss er sich den F-Junioren der SG Pretzier/Chüden/Liesten an, wo Jörg-Peter Goth als Trainer das Sagen hatte. Als Defensivakteur fand Dennis Urban schnell seinen festen Platz im Team. Seinen ersten großen Erfolg feierte der Youngster in der E-Jugend. Dort wurde er mit der Spielgemeinschaft Kreismeister. Dieser Titel wird dem jungen Pretzierer natürlich immer in Erinnerung bleiben, war er doch der bisher mit Abstand bedeutendste.

Mittlerweile spielt Dennis unter der Leitung von Coach Ralf Klein in der A-Jugend der SG Pretzier/Chüden/Liesten. Die geht in der Landesliga auf Punktejagd und braucht sich in dieser Staffel nicht zu verstecken. "Für einen Dorfverein ist das mit Sicherheit ein Erfolg. Wir haben gezeigt, dass wir leistungsmäßig gesehen in der Landesliga bestehen können", erklärt der 17-Jährige. Vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit ist ein Garant des Erfolgs bei der SG. "Wir funktionieren als Team sehr gut und halten zusammen. Zudem unternehmen wir auch privat viel zusammen", verrät Urban, der mit dem Großteil seiner Mannschaftskollegen in der Grundschule auch in eine Klasse ging. Es sind also nicht nur Mitspieler, sondern auch Freunde.

Auch die SG Pretzier hat der junge Westaltmärker natürlich längst fest in sein Herz geschlossen. "Ich würde dem Verein gern treu bleiben. Es macht wirklich Spaß. Gerade im Jugendbereich wird in Pretzier viel gemacht", erzählt Dennis Urban. Selbst engagiert sich Urban im Verein auch fleißig. Nicht nur als Spieler, sondern auch als Schiedsrichter. Im Juli des vergangenen Jahres startete Dennis seine Laufbahn als Referee. "Der Verein hat damals gefragt, ob wir es uns vorstellen könnten, da auch einige Schiedsrichter aufgehört hatten. Ich habe mich freiwillig bereit erklärt", verrät Urban, der dem Klub, der eine Mindestanzahl an Schiedsrichtern stellen muss, damit natürlich einen großen Gefallen tat. Er gibt ihm damit auch etwas zurück. "Was ich mir für den Verein wünschen würde, wäre, dass die Arbeit im Nachwuchs auf Dauer so weitergeführt wird", sagt der 17-Jährige.

Zehn Stunden pro Woche für Hobby unterwegs

"Es macht mir großen Spaß", erklärt der Youngster über seine Aufgabe als Schiedsrichter. Männerpartien hat der Pretzierer momentan zwar noch nicht geleitet, dürfte aber Duelle bis hin zur Kreisoberliga der Herren selbst pfeifen und bei Spielen bis zur Landesklasse als Assistent fungieren. "Ich bin aber noch nicht lange genug dabei. Wahrscheinlich darf ich das dann erst ab der kommenden Saison", schätzt der 17-Jährige, der rund zehn Stunden in der Woche seinem großen Hobby nachgeht. Hauptsächlich leitet Dennis Urban Freundschaftsspiele und Partien der D-Junioren in der Kreisliga in Pretzier.

Ab der Spielzeit 2015/2016 möchte Urban dann das Trikot der ersten Männermannschaft der SG Pretzier überstreifen. "Einige Testspiele habe ich bereits mitgemacht. Ich freue mich drauf", erklärt der Fußballenthusiast. Zusammen mit einigen weiteren Akteuren wird er dann aus der A-Jugend aufrücken. "Ich hoffe, dass wir mit der Truppe dann in ein paar Jahren den Aufstieg in die Kreisoberliga schaffen", wagt Dennis einen Blick in die Zukunft. Schließlich hat Dennis Urban noch einige Fußballerjahre vor sich - und nach Möglichkeit soll es für ihn und die SG Pretzier dann auch mal über die Kreisliga hinaus gehen.