Zum zweiten Auswärtsspiel der Saison reisen die Mitteldeutschen Oberligamänner des SV Oebisfelde morgen nach Naumburg. In der dortigen Sporthalle des Domgymnasiums treffen sie um 19 Uhr auf den HC Burgenland.

Oebisfelde l "Burgenland war für uns schon immer ein unbequemer Kontrahent. Der HC spielt nicht unbedingt einen technisch sauberen Handball, doch wenn es ans Kämpfen geht, ist die Mannschaft bereit. Mit dieser Mischung hat sie zahlreiche Spiele für sich entscheiden können", sagt SVO-Trainer Hendrik Tuschy.

Eng waren die Begegnungen, die sich beide Mannschaften lieferten, fast immer. So auch in der vergangenen Saison. Während sich die Oebisfelder im Hinspiel in Naumburg mit 31:30 durchsetzten, revanchierten sich die Burgenländer im Rückspiel mit einem 35:34-Erfolg. Anteil daran hatte auch HC-Tormann Thomas Drese, der bekanntlich beim SVO das Handball-Abc erlernt, im Jugendbereich und auch einige Jahre für die Männer gespielt hat. Er dürfte morgen gegen seine Ex-Mannschaftskameraden natürlich wieder besonders motiviert zwischen den Pfosten stehen.

Für Trainer Tuschy ist das jedoch nebensächlich. Er schaut auf seine Mannschaft und hofft auf eine weitere Steigerung: "Gegen Radis haben wir schlecht gespielt. Gegen Spergau haben wir uns verbessert. Aber es sind uns immer noch zu viele Fehler unterlaufen."

Konkret gehe es vor allem um individuelle Fehler. Tuschy: "Wir haben darüber gesprochen. Die individuelle Fehlerrate macht uns besonders im Angriff zu schaffen. Auch wenn wir gegen Spergau 35 Treffer erzielt haben. Wir arbeiten daran, um dieses Problem in den Griff zu bekommen."

Der Oebisfelder Übungsleiter reist mit seiner Mannschaft respektvoll in den Süden des Landes, aber auch mit einer Portion Selbstbewusstsein. "Ich freue mich auf das Wiedersehen mit HC-Trainerin Ines Seidler. Der Kontakt zu ihr ist ausgezeichnet", erzählt Tuschy weiter.

Außerdem sei er gespannt, wie das deutsch-deutsche Duell ausgeht. "Es mutet schon etwas seltsam an, dass in der Mitteldeutschen Liga nur zwei Mannschaften unterwegs sind, Burgenland und wir, die keine Ausländer im Kader zu stehen haben. Mal sehen, wie dieses Duell ausgeht. Ich wäre bereits mit einem Punktgewinn zufrieden. Doch wie gesagt, es wird wahrscheinlich wieder eine sehr enge Begegnung", merkte der SVO-Trainer an.

Die personell dünn aufgestellten Allerstädter könnten wahrscheinlich ohne gelernten Kreisläufer die Reise antreten. Grund: Nico Bischoff hat sich in der Partie gegen Spergau eine Schulterblessur eingehandelt. "Wir hoffen natürlich, dass Nico bis zum Spiel fit wird", betont Tuschy.