Die Tabellenführung in der Fußball-Kreisoberliga verloren hat gestern der SV Langenapel. Die Elf von Trainer Ronny Müller erlaubte sich im achten Spiel den ersten Punktverlust. Beim VfB Klötze 07 kam der SVL, obwohl lange in Überzahl, nicht über ein 0:0 hinaus.

Klötze l Die Langenapeler mussten sich nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Norbert Möllmann an die eigene Nase packen. Sie spielten nach der Gelb-Roten Karte gegen Klötzes Jan Sprycha eine Halbzeit lang in Überzahl, nutzten allerdings ihre Chancen nicht. Somit jubelte ein disziplinierter VfB am Ende über einen Zähler.

Defensiv ausgerichtet und aggressiv verteidigend boten die Platzherren dem Spitzenreiter von Beginn an ordentlich Paroli. Die Gäste gestalteten zwar das Spiel, doch das Defensivbollwerk des VfB hielt zumeist Stand. Erste Gefahr für das Klötzer Gehäuse kam nach Standards auf, doch Keeper Philipp Wißwedel klärte zweimal stark. Zunächst gegen einen Freistoß von Michael Vogt (3.), nach der darauffolgenden Vogt-Ecke nach einem Kopfball von Fred Neuling (4.).

Und der VfB? Der versteckte sich nicht und konnte sich immerhin zwei gute Möglichkeiten erspielen. Zunächst flog ein Distanzkracher von Max Fuhrmann am Tor vorbei (19.), in Minute 37 stiefelte abermals Fuhrmann völlig frei auf das Langenapeler Gehäuse zu, scheiterte aber am aufmerksamen Alexander Schulz. In der Zwischenzeit ließ aber auch der SVL durchaus gute Möglichkeiten verstreichen. Daniel Klinger zielte über das Gehäuse (22.), Marcel Peters verfehlte per Kopf einen Vogt-Freistoß nur haarscharf (32.), während ein weiterer Vogt-Versuch Beute von Schlussmann Wißwedel war (33.). Praktisch mit dem Pausenpfiff von Schiedsrichter Norbert Möllmann schwächten sich die Gastgeber dann unnötig selbst. Jan Sprycha sah die Gelb-Rote Karte (45.), so dass sein VfB die zweite Halbzeit nur zu zehnt angehen konnte und es damit noch schwerer hatte.

Doch weiterhin gaben die Riewe-Schützlinge den Gästen wenig Chancen zur Entfaltung. Die Räume wurden geschickt eng gemacht. Dennoch kam Langenapel zu seinen Chancen. Speziell Marcel Peters hätte sich im zweiten Spielabschnitt berühmt schießen können. Er allein ließ sechs gute Möglichkeiten aus. Die beste davon in Minute 47, als er völlig frei vor Philipp Wißwedel auftauchte, in diesem aber seinen Meister fand. Viermal verfehlte der Goalgetter zudem den Kasten (57., 67., 80., 83.), einmal vertändelte er das Leder in guter Position (48.). Ebenfalls kein Glück im Abschluss hatten seine Mannschaftskollegen Neuling (64./drüber), Vogt per Freistoß (76./drüber) und zu guter Letzt Martin Müller (86./vorbei). Die Platzherren konnten nun schon froh sein, wenn sie es überhaupt mal über die Mittellinie schafften. Allerdings machten sie hinten einen guten Job, Libero Martin Riedel dirigierte seine Vorderleute stark. Selbst blieben die Purnitzstädter in den zweiten 45 Minuten ohne Chance, doch das dürfte ihnen am Ende egal gewesen sein. Sie nahmen den anvisierten Punkt nicht unverdient mit.

Torfolge: Fehlanzeige.

SR: Norbert Möllmann (Mechau).