Der TSV Helmstedt hat seinen Vorjahrestitel beim traditionellen Mitternachtsturnier des 1. FC Oebisfelde am 2. Weihnachtsfeiertag in der Sporthalle am Bahnhof verteidigt. Im Finale bezwangen die Helmstedter den TSV Danndorf nach Neunmeterschießen knapp mit 4:3 (1:1).

Oebisfelde l Normalerweise gehen die Weihnachtsfeiertage immer recht besinnlich und ruhig zu. Gefeiert wird in Familie bei Ente und Gänsebraten, doch spätestens am 2. Feiertag juckt es wieder in den Füßen. Traditionell hat der 1. FC Oebisfelde mit seinem mittlerweile 18. Mitternachtsturnier genau das richtige Rezept parat - so auch diesmal. Neben den acht Mannschaften kamen auch zahlreiche Zuschauer in die altehrwürdige Sporthalle am Bahnhof und verfolgten gespannt das Treiben auf der Platte.

Der FCO um Chef Matthias Polep hatte sich sieben weitere Teams eingeladen, darunter auch die altmärkischen Vertreter aus Beetzendorf, Letzlingen, Klötze und Berkau. Das Feld wurde komplettiert vom TSV Danndorf, vom VfB Gravenhorst und letztendlich auch vom Titelverteidiger TSV Helmstedt. Zunächst ging es aber in zwei Gruppen um die Halbfinaltickets, und gleich in Gruppe A wurde es mächtig spannend. Am Ende entschied nämlich ein mehr kassiertes Törchen. Leidtragender war indes der FC Oebisfelde um Trainer Peter Böse, der Platz drei erreichte und dem MTV Beetzendorf den Vortritt lassen musste. Gruppensieger wurde mit sechs Zählern hier der TSV Danndorf. Ebenfalls ausgeschieden war somit auch der VfB Gravenhorst als Gruppenletzter.

In der Gruppe B setzten sich jeweils mit zwei Siegen der TSV Helmstedt und auch Kreisoberligist KSG Berkau durch und lösten die Vorschlussrundentickets. Auf der Strecke blieben hier der FSV Heide Letzlingen und auch der VfB Klötze 07.

Im Anschluss wurden dann die Halbfinals ausgespielt. Die waren allerdings - mittlerweile vor brechend vollen Rängen - eine relativ klare Sache für die technisch sehr beschlagegenen Teams aus Niedersachsen. Zunächst besiegte der TSV Danndorf die Vertretung der KSG Berkau sicher mit 2:0, ehe wenig später der TSV Helmstedt mit dem Landesklassevertreter MTV Beetzendorf ebenfalls keine Mühe hatte und locker mit 3:0 die Oberhand behielt.

MTV Beetzendorf sichert sich den dritten Platz

Doch ehe es zu den Finalbegegnungen kam - gespielt wurde übrigens mit einer Spielzeit von einmal 15 Minuten - standen die Platzierungsschießen vom Neunmeterpunkt auf dem Programmplan. Dabei sicherte sich der VfB Klötze 07 um Trainer Kevin Riewe kampflos den siebten Platz, da der VfB Gravenhorst nicht mehr die entprechende Anzahl an Spielern in der Halle hatte und daher verzichtete. Spannung gab es dann im Neunmeterschießen um Platz fünf. Hier standen sich Gastgeber 1. FC Oebisfelde und Landesklasse-Vertreter FSV Heide Letzlingen gegenüber. Klar, dass die gesamte Halle hinter den Allerstädtern stand. Doch das nützte alles nichts. Die Letzlinger behielten in den entscheidenden Situationen die Nerven und siegten schlussendlich knapp mit 4:3.

Ein altmärkisches Duell stand dann im Spiel um Platz drei an. Hier duellierten sich der MTV Beetzendorf und die KSG Berkau. Allerdings hatten die Westaltmärker um Coach Mayk Zürcher den längeren Atem und setzten sich 2:1 durch. Dieser Sieg sicherte Fabian Panhey auch die Torjägerkrone an diesem Tag.

Im Finale trafen dann die beiden Gruppensieger und wohl auch besten Teams des Turniers aufeinander. Es entwickelte sich von Beginn an ein spannendes Duell, in dem der TSV Danndorf sogar in Führung gehen konnte. Der Titelverteidiger allerdings setzte gut nach, zeigte keine Nerven und rettete kurz vor Schluss ein 1:1 und sich damit ins Neunmeterschießen. Hier hatten die Helmstedter dann die besseren Nerven und gewannen mit 4:3.

Geleitet wurden die Spiele souverän von den Unparteiischen Torsten Felkel, Peter Kos und Thomas Kölle.

   

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