Der Kampf der Mitteldeutschen Oberliga-Handballer des SV Oebisfelde das fast Unmögliche - den Abstieg - noch zu verhindern, geht weiter. Morgen in heimischer Halle gegen den HC Burgenland. Anwurf ist um 18.30 Uhr.

Oebisfelde l "Ich denke, nach der Niederlage in Spergau ist allen meinen Spielern endlich bewusst, dass sie mehr als 100 Prozent investieren müssen, um dem Abstieg noch zu entgehen", erklärte Oebisfeldes Trainer Hendrik Tuschy. Das Letzte aus sich herauszuholen sei jedoch nach Meinung des Übungsleiters nicht unbedingt das Hauptproblem. "Im mentalen Bereich sind wir zu anfällig. Geraten wir in Rückstand und kommen trotz aller Bemühungen nicht heran, bekommen wir mentale Schwierigkeiten", konkretisierte Tuschy und merkte an: "Diesbezüglich müssen wir uns stabilisieren. Wir müssen aber auch zusehen, dass wir nach ordentlichem Spiel nicht in die Hinterhand geraten. Konzentrationslöcher können wir uns einfach nicht mehr erlauben. Wir müssen konstanter werden, Einbrüche, vor allem im zweiten Abschnitt, vermeiden. All das umzusetzen, wird natürlich schwierig. Doch wir werden es versuchen und vor allem werden wir nicht aufgeben."

Gegen den Kontrahenten aus dem Burgenland, bei dem mit Thomas Drese einen Ex-Oebisfelder das Tor hütet, agierten die Oebisfelder fast immer auf Augenhöhe. Allerdings zeigten sich die Allerstädter in dieser Saison im Hinspiel nicht von ihrer besten Seite. Mit 41:34 setzten sich die Burgenländer durch.

Personell sei bei den Oebisfeldern indes alles an Deck. Auch wieder Rechtsaußen Pacal Koitek. Er habe an einer schweren Bronchitis laboriert und musste Antibiotika nehmen. Sein Fehlen gegen Radis und Spergau habe übrigens nichts mit irgendwelchen internen Problemen zu tun. Berichte in der Presse hätten das vermuten können. "Es waren Vermutungen, die vom Berichterstatter so nicht gewollt waren. Pascal ging es wirklich nicht gut. Wir sind froh, dass er wieder auflaufen kann", betonte Tuschy.

Mit dabei sein wird auch wieder Christian Herrmann. Dem Linkshänder fehle es verständlicherweise nach seinem Kreuzbandriss noch an der nötigen Kondition. Zurückgemeldet hat sich ebenfalls Kreisläufer Paul Breiteneder.