Einige Erkenntnisse kurz vor dem Start ins neue Jahr in der Fußball-Landesklasse, Staffel I, gewinnen konnte am Sonnabend Burghardt Schulze, Trainer des SV Eintracht Salzwedel. Im Testspiel gegen den niedersächsischen Bezirksligisten VfL Wittingen/Suderwittingen im Werner-Seelenbinder-Stadion, das mit 7:5 (5:2) siegreich gestaltet wurde, wusste die Offensive zu überzeugen, während es in der Hintermannschaft sicherlich noch einige Dinge vor dem Ligaduell gegen Aufsteiger SV Krüden/Groß Garz am kommenden Sonnabend zu verbessern gibt.

Salzwedel l "Dieses Testspiel hat seinen Charakter erfüllt. Nach den Wechseln war schon ein kleiner Bruch zu erkennen. Daran müssen wir noch arbeiten. Dennoch hat heute jeder versucht, sein Bestes zu geben. Mit der Offensivleistung bin ich zufrieden, defensiv noch nicht", so Schulzes Fazit. Seine Mannschaft legte gegen den ersatzgeschwächten VfL, der ohne die beiden Ex-Jübarer Christoph Meyer und Steffen Schmidt sowie auch nur mit elf Akteuren antrat, einen Start nach Maß hin. Immer wieder wurde im Angriff der pfeilschnelle Philip Müller gesucht und zumeist auch gefunden.

Direkt seine erste Möglichkeit nutzte der Salzwedeler Wirbelwind zum 1:0 (11.). Zunächst ließ er seine Gegenspieler wie Fahnenstangen stehen und überwand zu guter Letzt auch Schlussmann Christos Kolonitsios. Während die Niedersachsen große Probleme hatten, in die Partie zu finden, blieb die Eintracht am Drücker. Dabei lief fast jeder Angriff nach dem gleichen Schema ab. Aus der Zentrale wurden die Bälle in den Lauf von Philip Müller gespielt. So auch drei Minuten nach der Führung. Dort bediente Neuzugang Mario Schulz den Goalgetter, der Kolonitsios noch umspielte und locker auf 2:0 (14.) erhöhte.

Gregor Roth (13./vorbei), Philip Müller (15./gehalten) und Kevin Gebert per Kopf (15./vorbei) hätten schon längst für klare Verhältnisse sorgen können, doch stattdessen machten es die ersatzgeschwächten Wittinger, die sich nun auch etwas steigerten, noch einmal spannend. Beim Schuss von Patrick Gernsheimer sah Salzwedels Ersatztorhüter Philip Duda nicht allzu gut aus - 2:1 (22.). Nur rund 60 Sekunden später machte Duda seinen Fehler aber wieder wett, indem er gegen den frei auf ihn zusteuernden Sven Arndt stark reagierte und den Ausgleich verhinderte (23.). Auf der Gegenseite sorgte Maximilian Müller mit dem 3:1 (25.) wieder für mehr Ruhe im Spiel des SVE. Vorbereiter war - natürlich - der bärenstarke Philip Müller. Auch für das 4:1 (29.) von Mario Schulz war Philip Müller der Wegbereiter. Als der "Mann des Spiels" mit seinem dritten Tor auch noch das 5:1 (32.) erzielte, schien der Drops gelutscht.

Doch die Gäste gaben sich noch nicht auf. Zweimal Pech hatte kurz hintereinander Frederick Heinrichs (jeweils 34.), ehe Marcel Liedtke zumindest noch das 2:5 (35.) vor dem Pausenpfiff gelang. Mario Schulz (37.) ließ die letzte Gelegenheit für die Eintracht vor dem Kabinengang ungenutzt, er zielte über den VfL-Kasten.

Zur Pause wechselte SVE-Coach Schulze mehrfach, was speziell das Offensivspiel hemmte. Die Hansestädter schafften es kaum noch, sich gefährlich in Szene zu setzen. Wittingen/Suderwittingen kam sogar noch einmal heran. Leart Krasniqi (53.) und Heinrichs (64.) stellten den 4:5-Anschluss für die Niedersachsen her. Gegen Krasniqi verhinderte Duda sogar den möglichen Ausgleich (78.). Als allerdings ein Rückpass des Wittingers Sebastian Schulze auf Keeper Kolonitsios im eigenen Gehäuse landete (83.) und Stefan Schmidt einen Freistoß direkt zum 7:4 (87.) verwandelte, war der Käse endgültig gegessen. Den eher unbedeutenden Schlusspunkt setzten die Gäste, als Liedtke per Kopf auf 5:7 (90.) verkürzte.

SV Eintracht Salzwedel 09: Duda - Seehausen, M. Müller, Roth, Gebert, Ph. Müller, Rosenberg, N. Schmidt, Kietzke, Jagnow, M. Schulz (Röhl, Bentke, Minkus, Krüger, St. Schmidt).

VfL Wittingen/Suderwittingen: Kolonitsios - Borchers, Schulze, Greve, Liedtke, Heinrichs, Arndt, Vietze, Sorokin, Krasniqi, Gernsheimer.

Torfolge: 1:0, 2:0 Philip Müller (11., 14.), 2:1 Patrick Gernsheimer (22.), 3:1 Maximilian Müller (25.), 4:1 Mario Schulz (29.), 5:1 Philip Müller (32.), 5:2 Marcel Liedtke (35.), 5:3 Leart Krasniqi (53.), 5:4 Frederick Heinrichs (64.), 6:4 Sebastian Schulze (83./Eigentor), 7:4 Stefan Schmidt (87.), 7:5 Marcel Liedtke (90.).

SR: Tobias Petzke (Bismark).