Salzwedel (mwi) l Einen ganz wichtigen Dreier im Kampf um den Klassenerhalt in der Verbandsliga konnte am Sonntag der SV Eintracht Salzwedel einfahren. Im heimischen Werner-Seelenbinder-Stadion setzte sich die Mannschaft von Steffen Prögler gegen den Quedlinburger SV durch und schöpft nun neuen Mut im Abstiegskampf.

Die Gastgeber aus Salzwedel kamen eigentlich ordentlich in die Partie. Bereits in der zweiten Minute gab es die erste Torchance durch Melvin Michael. In der siebten Minute dann das erste Mal die Gäste und gleich die Führung. Zu einem Freistoß nahe der Mittellinie trat der Quedlinburger Nico Stertz an und holte einen Hammer zum 0:1 heraus. Frode Liestmann im Tor sah beim Klärungsversuch mit den Fäusten nicht ganz glücklich aus. Und nur drei Minuten später wieder Stertz. Diesmal reichte ein Haken aus, um seinen Bewacher stehen zu lassen. Bei seinem Schuss mit den linken Fuß ist Liestmann noch dran, aber der Ball zappelte dennoch im Netz (10.).

Früher Rückstand ist für SVE kein Problem

Die Jeetzestädter waren aber im Spiel und brauchten nicht lange, um die passende Antwort zu finden. In der 12. Minute schlug Silvan Rödel eine Flanke nach innen. Der Torwart war zwar dran, aber der Ball sprang vor die Füße von Melvin Michael, der im Rutschen den 1:2-Anschlusstreffer erzielte.

Fortan entwickelte sich eine offene Partie. Die Eintracht hatte zwar optisch deutlich mehr vom Spiel, stand mit der Abwehr aber so hoch, dass Quedlinburg immer mal wieder viel Platz zum Kontern hatte.

In der 26. Minute brachte ein Abwehrfehler der Gäste den Ausgleich. Melvin Michael profitierte von der Unentschlossenheit beim Klären, ging allein aufs Tor zu und schob mit dem Außenrist lässig zum 2:2 ein (26.). Nur war Salzwedel komplett überlegen, und die Gäste kamen kaum mehr zur Entfaltung. Ein Paradebeispiel für den Kampf, den der SVE endlich annahm, war der Einsatz von Julian Much vor dem 3:2. Im Liegen spielte er den Ball weiter auf Daniel Stehr, dessen Pass den Fuß von Melvin Michael fand und der dann seinen lupenreinen Hattrick zum 3:2 schnürte (33.).

In der 37. Minute konnten die Prögler-Schützlinge ein weiteres Mal jubeln. Nach einem Ballgewinn von Silvan Rödel schalteten die Salzwedeler blitzschnell um, und der Ball kam auf Jan Hoefert. Dieser ließ sich nicht zweimal bitten und traf locker zur 4:2-Halbzeitführung.

Im zweiten Abschnitt war die Partie ein Stück weit ausgeglichen. Quedlinburg versuchte irgendwie was hinzubekommen, schaffte es aber nicht mehr, die SVE-Abwehr in Bedrängnis zu bringen. Die Hansestädter müssen sich allerdings auch vorwerfen lassen, dass man es versäumte, den Sack früher zu zumachen. Erst mit dem Schlusspfiff bescherte ein Torwartfehler das 5:2 durch Liam Niemeyer.

Torfolge: 0:1, 0:2 Nico Stertz (7., 10.), 1:2, 2:2, 3:2 Melvin Michael (12., 28., 33.), 4:2 Jan Hoefert (37.), 5:2 Liam Niemyer (80.).

Eintracht Salzwedel: Liestmann - Grau, Weißbach, Stehr, Much, Nowak, Michael, Manthey, Hoefert (76./Rodigast), Rödel (58./L. Niemeyer), Müller.

Quedlinburger SV: Friedrichs - Bernatzki, Stubbe, Becker, M. Kunath, N. Kunath, Grosch, Brahmann (41./Gödecke), Michel (71./Rühle), Stertz, Hannawald.

SR: Sven Schottenhamel.