Salzwedel l So spannend wie dieses Jahr war der Meisterschaftskampf in der zweiten Altmark-West-Liga wohl noch nie. Die ersten vier Mannschaften trennen nur zwei Zähler. Selbst Germania Zethlingen als Tabellenfünfter kann rechnerisch noch im Aufstiegskampf mitmischen. Im Abstiegskampf kann die SG Saalfeld zwar theoretisch noch den Sprung schaffen, steht aber bei Germania Zethlingen vor einem ganz schweren Auswärtsspiel. Bis auf die Partie zwischen dem SV 51 Langenapel II und dem FSV Miesterhorst, die um 12.30 Uhr angepfiffen wird, beginnen die restlichen um 14 Uhr.

SV 51 Langenapel II - FSV Miesterhorst (12.30 Uhr). In diesem Spiel kommt es zum Duell zweier Tabellennachbarn. Die SVL-Reserve als Neunter der zweiten Altmark-West-Liga empfängt den Tabellenachten FSV Miesterhorst. Beide Teams haben das Minimalziel Klassenerhalt gepackt und können nun die restlichen Saisonspiele befreit und ohne Druck angehen. Im Hinspiel konnten sich die 51er mit 3:2 beim FSV durchsetzen.

SR: Andreas Kessler.

SV Eintracht Berge - SV Arendsee. Die Vorzeichen im Duell der beiden Aufsteiger könnten gegensätzlicher nicht sein. Während Berge den Durchmarsch anpeilt und wieder oben mitspielt, muss Arendsee noch um den Klassenerhalt zittern. Die Eintracht aus Berge befindet sich mit zwei Punkten Rückstand zum Tabellenführer auf Position vier, hätte aber bereits deutlich komfortabler dastehen können. Erst verlor man das Spitzenspiel gegen den Kuhfelder SV (0:2) und eine Woche später kam man gegen die SVL-Reserve nicht über ein 2:2-Remis hinaus. Nun muss gegen die abstiegsbedrohten Seestädter wieder ein Dreier her, will man im Aufstiegsrennen dabei bleiben. Der SVA hat drei Spiele vor Saisonende fünf Zähler auf Schlusslicht Saalfeld Vorsprung und kann mit einem Auswärtssieg den Klassenerhalt perfekt machen. Im Hinspiel setzte sich die Eintracht mit 2:0 durch.

SR: Eckhard Nickel.

TSV Adler Jahrstedt - SV Eintracht Chüden. Im Spitzenspiel gegen Rot-Blau Sanne verpassten es die Adler aus Jahrstedt, sich entscheidend abzusetzen und spielten nur 1:1. Dennoch verteidigte man mit dieser Punkteteilung den Platz an der Sonne. Nun erwartet man am Sonntag die unangenehme Eintracht aus Chüden und steht damit vor einer schweren Partie. Die Chüdener stabilisierten sich nach schwachem Beginn und sind nun Sechster des Klassements. Für ganz oben wird es für Chüden zwar nicht mehr reichen, aber dennoch will man dem aktuellen Tabellenprimus ein Bein stellen. Bereits im Hinspiel schaffte der SVE dies und bezwang die Adler auf eigenem Platz mit 1:0.

SR: Hans-Jürgen Wolff.

FSV Heide Letzlingen II - SV Rot-Blau Sanne. Durch zuletzt zwei Unentschieden in Folge verspielte Sanne eine richtig gute Ausgangssituation für den Schlussspurt im Aufstiegsrennen. Mittlerweile ist man auf Rang drei abgerutscht, hat aber nur einen Zähler Rückstand auf die beiden Tabellenführenden. Am Sonntag hat man als einziges Team der Top-Vier ein Auswärtsspiel vor Augen und tritt bei der Reserve des FSV Heide Letzlingen an. Die Heide-Kicker sind aktuell Tabellenzehnter, haben den Klassenerhalt aber bereits gepackt und werden völlig unbeschwert auftreten können. Genau dies könnte für Rot-Blau Sanne sehr gefährlich werden. Im Hinspiel war das Duell eine klare Angelegenheit. Dort wurde der FSV mit 9:1 vom Platz gefegt.

SR: Steffen Schulze.

SV Germania Zethlingen - SG Saalfeld. Die Germanen aus Zethlingen empfangen am Sonntag das Tabellenschlusslicht SG Saalfeld. Der SVG rangiert mit 36 Punkten auf Position fünf und kann rechnerisch noch ins Aufstiegsrennen eingreifen. Bis Platz eins beträgt der Abstand nur fünf Punkte und will man diese Minimalchance vielleicht noch nutzen, ist ein Sieg gegen den Underdog absolut Pflicht. Aber aufgepasst, denn die Saalfelder haben am Sonntag ihre absolut letzte Chance, das Ruder herumzureißen. Momentan deutet zwar wenig auf eine Leistungsexplosion hin, aber im Fußball ist nichts ausgeschlossen.

SR: Uwe Stöckmann.

Kuhfelder SV - SG 1895 Pretzier e.V. In Kuhfelde erwartet am Sonntag der KSV den Tabellensiebten aus Pretzier. Die Kuhfelder befinden sich nur wegen der schlechteren Tordifferenz auf Platz zwei, punktgleich mit dem TSV Adler Jahrstedt. Will man im Aufstiegsrennen dabei bleiben, zählen jetzt so kurz vor der Zielgeraden nur noch Siege. Die SGP spielte bisher eine schlechte Rückrunde und musste deshalb abreißen lassen. Zuletzt holte man nur drei magere Pünktchen aus den letzten fünf Spielen. Von daher geht der KSV am Wochenende als Favorit ins Spiel und möchte wie im Hinspiel als Sieger vom Platz gehen (3:1).

SR: Torsten Eckhardt.