Badingen. Um die 450 Starts gingen am Wochenende beim Reitturnier in Badingen über die Bühne. Mehr als 20 goldene und darüber hinaus etliche bunte Platzierungsschleifen wurden an die Akteure im Sattel und deren Vierbeiner vergeben. "Wir sind insgesamt sehr zufrieden", zieht Turnierleiterin Britta Nagel ein erstes Fazit.

"Es war ein sehr gemütliches Turnier", sagt Britta Nagel. Fast könnte die Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Badingen eine ausnahmslose positive Bilanz ziehen. Doch ereignete sich ausgerechnet zehn Minuten vor dem Turnierende ein Unfall. Torben Hietel, der sich mit Ladykracher für das Stechen des M*-Springens qualifiziert hatte, stürzte auf dem Abreiteplatz. Im Krankenhaus diagnostizierten die Ärzte einen Bänderabriss an der Schulter. "Wir hoffen, dass sich Torben rasch erholt und wieder im Sattel sitzen kann", schickt Nagel beste Genesungswünsche ans Krankenbett.

Zu den Hinguckern des Turniers gehörten die mittelschweren Springen. Während zum Abschluss des ersten Turniertags Andreas Pasewald den Sieg in den Landkreis Börde holte, blieb die goldene Schleife am zweiten Tag im Gastgeberkreis, genauer gesagt bei Mike Bardehle und seinem Laencer. Armin Streiter wurde Zweiter. Die Hand nach dem Sieg hatte auch Steffen Rossau auf Leandra ausgestreckt. Die Zeit von 41,09 hätte zwar für den zweiten Platz gereicht, mit vier Punkten wurde er schließlich achtbarer Dritter. Tobias Zeplin kassierte auf Mecton ebenfalls vier Zähler und wurde vor Anna-Lena Bierstedt, die acht Punkte aufs Konto bekam, Vierter.

In der nach Ranglistenpunkten höheren Abteilung des L-Springens mit Stechen erreichten mehr als zehn Pferd- Reiter-Paare das Finale. Den Sieg schnappte sich hier Streiter auf Casablanca, der in 33,05 Sekunden am schnellsten und auch strafpunktfrei unterwegs war. Insgesamt behielten hier sieben Reiter eine reine Weste. Das Gerangel um die weiteren Platzierungen war denkbar knapp. So wurde Tobias Zeplin auf Pamina Zweiter (34,51 Sekunden), gefolgt von Andreas Pasewald auf Gerda (35,02), Natalia Lakomy auf Chiara K. (36,15), Anna-Lena Bierstedt auf Queen Querin T (36,42) und Tobias Zeplin auf Mecton (36,73).

Als Dressur-Königin konnte sich Luise-Jessica Schnüber feiern lassen. Sie gewann beide L-Dressuren. Partner des Erfolgs war Rimrok, mit dem sie Ellen Schulze auf Asterix jeweils auf den zweiten Platz verwies. Auf den achtbaren dritten Platz hatten sich einmal gemeinsam Franziska Meißner auf Krazy King sowie Liane Heyne auf Walesca (7,4) gekämpft und dann Anika Teickner auf Merlin (7,4).

Leistungsstark präsentierte sich darüber hinaus der Reiter- und Pferdenachwuchs. Die Reiter der Altmark lieferten achtbare Ergebnisse ab. Nora Thiele errang beispielsweise einen Doppelerfolg. Mit einer 8,1 entschied sie den Reiter-Wettbewerb für sich und mit einer 7,5 den Dressurwettbewerb. Im Springreiter-Wettbewerb hatte Nicoale Jäger auf Enjoy mit einer 7,7 die Hufe vorn und in der Stilspringprüfung Sina-Sophie Kubiak auf Kingsley (8,0).