Heute um 17 Uhr ist es endlich soweit, dann wird in der Hermann-Gieseler-Halle der 11. Kroschke-Cup, seit Jahres das Hallenfußballtunier in der Landeshauptstadt, eröffnet. Erstmals nehmen zehn Mannschaften teil, darunter traditionell die Bundesliga-Handballer des SC Magdeburg.

Stadtfeld. Cupverteidiger sind die U-23-Kicker des 1. FC Magdeburg, die sich vor einem Jahr im Finale mit 3:2 gegen den MSV Börde durchsetzten. Die Regionalliga-Elf des FCM wurde im Vorjahr nach Neunmeterschießen gegen Handwerk nur Vierter, will den "Cuip" diesmal aber unbedingt gewinnen, wie Cheftrainer Ruud Kaiser bereits durchblicken ließ.

Aber auch alle anderen Teilnehmer werden nicht kampflos das Feld räumen, sind mehr oder weniger ehrgeizig und wollen um den Turniersieg mitspielen. Immerhin bekommt der Sieger unter anderem 500 Euro, der Zweite 300, der Dritte 200. "Steffen Stiebler von den SCM-Handballern ließ sich schon einmal den Spielplan geben", verriet Turnierchef Heiner Laugisch vom Namensgeber Kroschke Sign Point. Neben Pokalen stehen auch Sachpreise bereit, so erhalte der beste Spieler, beste Torschütze und beste Torwart je eine Armbanduhr.

Wolfgang Sandhowe, Trainer der U 23 des FCM, ist eigentlich kein Freund von Hallenturnieren, trainiert und spielt lieber draußen. Dennoch fiebert der 57-Jährige seiner Kroschke-Cup-Premiere entgegen, verspricht: "Wir werden mit allen Mitteln, die wir haben, versuchen, den Pokal zu verteidigen." Auf die Dienste von Testspieler Christopher Birke, ein ausgesprochener Hallenspezialist, aber noch in Diensten des Schönebecker SV, muss er dabei ebenso verzichten wie auf Rico Schönberg, der wie Roman Pirsch in der Winterpause wohl nach Barleben wechselt, und den verletzten Hannes Schock (Muskel).

Gleich im ersten Spiel trifft die FCM-Zweite auf Turnier-neuling SV Fortuna. Dessen Coach André Hoof verspricht dem Vorjahressieger einen heißen Tanz: "Ich denke, als Magdeburger Mannschaft gehören wir einfach dazu. Wir wollen Spaß und uns so teuer wie möglich verkaufen." Ein Fragezeichen steht hinter Kapitän André Suchanek, dessen Freundin Anja in diesen Tagen ein Baby erwartet.

Große Personalsorgen hat Preussen-Coach Dirk Hannemann, dem mit Hosenthien, Röhl, Kauffmann (alle erkältet), Urlauber Dapkus, Podehl (Bänderriss), Benkel (Verdacht auf Bänderriss), Behr (Kniereizung) und Siemke (Bundeswehr) die halbe Mannschaft fehlt. "Wir müssen sehen, wie wir in das Turnier starten", meinte der Coach, der auf Siemke während dessen sechswöchiger Grundausbildung in Weißenfels verzichten muss. Später will der Torjäger acht Jahre in Burg dienen. Die Ottersleber müssen dagegen auf ihren grippekranken Trainer Burkhard Knobbe verzichten, haben ansonsten aber bis auf Marcel Koenning (Prellung) alles an Deck.

Vorjahresfinalist MSV Börde will möglichst schönen Fußball spielen und dabei die guten Eindrücke der letzten beiden Jahre bestätigen, so Trainer Michael Heckelmann, der anstelle des zuletzt in Parey unglücklich agierenden Robert Leonhard Routinier Jens Angerstein ins Tor beordert.

Freuen können sich alle Fans heute auf fünf Stunden Fußball satt, unterbrochen nur von einer kurzen Gesprächsrunde und einem Auftritt der Guardian Angels. Die Kassen der Gieselerhalle öffnen um 15.30 Uhr, die Halle selbst um 16 Uhr.