Magdeburg (hoe). In der Volleyball-Regionalliga Ost unterlagen die Männer des USC Magdeburg am Wochenende bei der SG Rotation Prenzlauer Berg Berlin mit 1:3 (-16, 23, -16, -14) Sätzen.

Fast schon mitleidig verabschiedeten die Gastgeber die USC Mannschaft am Samstag-abend nach dem Spiel, in dem sich die Gäste insgesamt gesehen mit einem kollektiven Blackout präsentiert hatten. Trotz der kurzfristigen personellen Verstärkung durch Nils Opitz und Stefan Meineke blieben die Magdeburger an diesem Abend weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Dabei hatten die Elbestädter nicht mit einem übermächtigen Gegner sondern eher mit den eigenen Unzulänglichkeiten zu kämpfen. Praktisch ohne Feldabwehr, einer sehr schwachen Annahme und einer unglaublich hohen Eigenfehlerquote war der USC chancenlos.

Das Spiel begann sehr ausgeglichen. Den Gästen war deutlich anzumerken, dass sie die verschenkten Punkte aus dem Hinspiel zurückerobern wollten. Bis zum 10:10 entwickelte sich dann auch ein ausgeglichenes Spiel, ehe beim USC offensichtlich "der Strom ausfiel". Einfachste Bälle wurden verschenkt, Rotation brauchte praktisch nur noch den Ball in die Magdeburger Hälfte zu bringen, den Rest erledigte das konfuse Gäste-team. Die Hausherren marschierten bis zum 25:16 durch.

Im zweiten Durchgang schienen sich die Elbestädter aber gefangen zu haben, führten schnell mit drei Punkten und hielten diesen Vorsprung auch bis zum 19:16. Ein völlig anderes USC-Team schien auf dem Feld zu stehen. Mit einem Mal aber wieder der spielerische Blackout und die Berliner führten mit 23:21. Mit Glück und Geschick rissen die Magdeburger aber noch einmal das Ruder herum und konnten mit dem 25:23 noch knapp den 1:1-Satzausgleich erreichen.

Eigentlich hätte dieser Teilerfolg den Gästen Selbstvertrauen geben müssen, an diesem Tag sollte das aber nicht so sein. Bis zum 11:11 hielt man noch mit ehe wieder ein Fehlerfestival einsetzte und die Magdeburger Bank nur konsterniert zuschauen konnte, wie sich die eigene Mannschaft selber demontierte, alle taktischen Maßnahmen verpufften, weil die individuelle Fehlerquote insgesamt einfach zu hoch war. 16 bzw. 14 Punkte standen dann nach Spielende auch nur auf der Habenseite der Elbestädter in den Sätzen 3 und 4.

"Das war zwar Volleyball zum Abgewöhnen, da müssen wir aber nun mal durch. Wir können das nur selber wieder ausbügeln und werden versuchen, das Spiel so schnell wie möglich abzuhaken und uns auf den nächsten Spieltag vorbereiten", brachte USC-Libero Andreas Hennig die Situation auf den Punkt, auch wenn der Stachel der Pleite ziemlich tief saß.

USC: Hagemeier, Hennig, Kliefoth, Meineke, Mück, Opitz, Vogler, A.Ziskins, E.Ziskins.