Die Handballerinnen des HSC 2000 landeten mit dem 37:28 gegen Lok Schönebeck den sechsten Sieg in der Sachsen-Anhalt-Liga der Frauen. Die Männer von Neuling HSV Magdeburg kassierten dagegen beim Landsberger HV eine 29:34-Niederlage.

Magdeburg (aej/hjh) l Der HSC konnte sein zweites Heimspiel im neuen Jahr am Ende auch in der Höhe verdient mit 37:28 (18:16) gegen die SG Lok Schönebeck gewinnen. Durch den sechsten Saisonerfolg kletterte das Aebi-Team in der Tabelle der Sachsen-Anhalt-Liga auf den sechsten Platz und hat nun ein ausgeglichenes Punktekonto.

Die jungen Magdeburgerinnen legten los wie die Feuerwehr. Allerdings wollte nicht unbedingt alles gelingen in der Anfangsphase. Dadurch blieben die Schönebeckerinnen in der Anfangsviertelstunde durchaus ebenbürtig. Das lag aber zum einen an einigen Unkonzentriertheiten im Umkehrverhalten bei den HSC-Mädels und zum anderen an der guten Torhüterin auf Seiten der Gäste.

So stand es nach 17 Minuten leistungsgerecht 10:10. Dann zahlte sich das hohe Tempo auf Seiten Aebi-Sieben aus. Innerhalb von sechs Minuten erspielte sich der HSC einen deutlichen Vorsprung (18:11), den auch eine zwischenzeitliche Auszeit des Gästetrainers nicht verhinderte. Doch in den letzten sieben Minuten verfielen die jungen Gastgeberinnen in eine unerklärliche Lethargie, welche die erfahrenen Lok-Frauen konsequent zur Resultatsverbesserung (18:16) bis zu Pause nutzten.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit versuchten die Gäste nun mit einer sehr harten und grenzwertigen Spielweise das Match an sich zu reißen. Und durch eine fehlende konsequente Bestrafung schafften sie das auch. Einzig die an diesem Tag gut agierenden Anna Dietrich und Sophia Plötz sorgten mit ihren Toren für die positiven Momente im HSC-Angriff. So ging Lok in der 46. Minute sogar mit 26:24 in Führung. Doch die Gastgeberinnen, um eine gerade in der Schlussphase überragende Laura Winkler, gaben nun die richtige Antwort. Und das obwohl es keine einzige Zeitstrafe in den letzten 15 Minuten für die Gäste gab.

Innerhalb von fünf Minuten drehte der HSC die Partie in eine eigene 30:28-Führung. Und in der Schlussphase zeigten die jungen Mädels noch einmal, wer klar die bessere Mannschaft an dem Tag war.

" Auch wenn der Gegner der Meinung ist, dass sie spielerisch gleichwertig waren, dauert ein Spiel nun mal 60 und nicht 50 Minuten. Andersrum müssen wir bei unserem Trainingsaufwand aber auch athletisch klar besser sein. Viel mehr freut mich, dass das Team gewachsen ist. Denn die wesentlich erfahreneren Gegner versuchen immer wieder mit teilweise übertriebener Härte sich Respekt zu verschaffen. Aber meine junge Mannschaft zeigt mittlerweile Charakter und lässt sich auch davon nicht beeindrucken", zeigte sich HSC-Trainer Jens Aebi nach Spielschluss erfreut über die sichtbar positive Entwicklung seiner Mannschaft.

HSC 2000: Schuhknecht, Friedrichs - Plötz 4, Va. Goldgraebe 3, Kumpf 5, Vi. Goldgraebe 2, Winkler 10, Meinecke 2, Heßler, Welhöner 1, Corfei 4, Dietrich 5, Michel 1.

Die Männer des HSV kassierten trotz der 19 Treffer von Michael Jahns in Landsberg eine 29:34 (14:17)-Niederlage.

Die Landsberger haben sich nach einem mäßigen Start gesteigert, konnten drei Siege in Folge erringen und wollten den Aufwärtstrend gegen den Neuling fortsetzen. Aber auch die Elbestädter wollten nach dem Erfolg im Derby gegen den BSV 93 weiter punkten, begannen sehr konzentriert. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase wurden die Gastgeber stärker und gingen mit 10:7 in Führung. Doch der HSV blieb dran Nach 24 Minuten konnte Michael Jahns zum 13:13 ausgleichen. Mehr gelang aber nicht. Die Gastgeber trafen kurz vorm Halbzeitpfiff zur 17:14-Führung.

Auch im zweiten Abschnitt blieben die Magdeburger dran. Christian Kaiser verkürzte und die Gastgeber führten nur noch mit 21:19. Dann unterliefen den Magdeburgern in der Abwehr einige Fehler zu viel. So verteidigten die Landsberger ihren Vorsprung bis in die Schlussphase. Hoffnung noch einmal für den HSV, als er auf 31:29 verkürzen konnten.

Doch eine Verletzung von Carsten Schulz kam zum unglücklichen Zeitpunkt. Den Ausfall verkrafteten die Gäste nicht. Drei Tore in Folge brachte den Landsbergern noch einen sicheren 34:29-Erfolg.

HSV: Wiesner, Gleß - Schulz, Krug 1, M. Jahns 19, Keiser 4, A. Jahns 3, Baethge, Brunsendorf 1, Kostka 1.