Die zweite Vertretung des BSV 93 setzte sich im Verbandsliga-Stadtderby gegen Aufsteiger Fermersleber SV in einer wenig ansehnlichen Begegnung am Ende mit 26:23 durch. Der Post SV schlug Ilsenburg deutlich mit 41:30.

Magdeburg (hm/vs) l Im Derby zwischen der Reserve des BSV 93 und Neuling FSV traten beide Mannschaften ersatzgeschwächt an. Die Gäste mussten auf ihren besten Spieler (Beckmann) verletzungsbedingt verzichten. Auf Seiten des BSV fehlten Körner (Verletzung) und Fresia (privat verhindert).

Die Fermersleber hatten sich offensichtlich einiges vorgenommen, führten in der von übertriebener Härte gekennzeichneten Anfangsphase mit 6:4 und 8:6, ehe die Olvenstedter zu ihrem Spiel fanden. Mitte der ersten Halbzeit wendete sich das Blatt, gingen die Gastgeber nicht zuletzt dank Keeper Calvin Kleineidam, der erneut sehr stark hielt, in Führung, zogen dank eines 5:0-Laufes auf 14:10 davon. Dabei musste der FSV gut zehn Minuten in Unterzahl spielen, verlor zudem Rechtsaußen Duve durch eine Rote Karte. Zur Pause lagen die Olvenstedter mit 15:12 vorn.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie auf schwachem Niveau. Die Gäste verloren auch noch ihre Rückraumspieler van Stigt und Peper durch Rote Karten. So war der Weg frei zu einem letztlich ungefährdeten Heimsieg der BSV-Reserve, die zwar auch keine Bäume ausriss, aber doch mit zum Teil flüssigen Kombinationen aus einer sich steigernden Deckung heraus des Öfteren zum Gegenstoß kam.

Beim 24:19 in der 52. Spielminute sah der BSV wie der sichere Sieger aus, schien eine Vorentscheidung gefallen, doch ließ bei den Hausherren die Konzentration nach und der FSV konnte noch auf 26:23 verkürzen.

Eine Werbung für den Handballsport war dieses emotional geführte Stadtderby allerdings nicht. Dafür gab es einfach zu viele Unterbrechungen, zu wenig Spielfluss und vor allem zu viele Ruppigkeiten, vor allem von Seiten der Gäste. Drei Rote Karten gegen Fermersleber Akteure sprechen eine deutliche Sprache.

Beide Mannschaften haben es den Schiedsrichtern nicht gerade leicht gemacht, wobei einmal mehr deutlich wurde, dass in der zweithöchsten Spielklasse des Landes das Niveau der Mannschaften und der Referees verbesserungswürdig ist.

Am 8. Februar gastiert die BSV-Zweite beim ungeschlagenen Tabellenführer Eintracht Gommern, empfängt der FSV Schlusslicht SV Oebisfelde II zum Kellerduell.

BSV 93 II: Kleineidam - Kirsten 5/1, Jaenecke, Lärm 4, Seidler 1/1, Bulgrin 5, Draeger, Menzel 2, Bischof 2, Velke 4, Thielecke, Schulze, Jander 3/1 FSV: Böhm, Köhlitz -Altrock 2/1, Brecht 2, Burmeister, Dietze 4, Duve 3, Hügen 7/1, Mewes, Möhring, Parthey, Peper 1, Schrader 2, van Stigt 2.

Der Post SV kamen gegen die Gäste aus Ilsenburg zum achten Saisonsieg, musste jedoch zunächst einigen Widerstand brechen, ehe der klare 41:30 (20:17)-Erfolg feststand. Bis zum 11:11 entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, da die Stadtfelder das ausgeprägte Kreisspiel der Harzer zunächst nicht unterbinden konnten.

Verbesserungen in der Abwehr durch Stefan Seel und ein sehr gut aufgelegter Christian Dehnhardt, der in den ersten 30 Spielminuten schon neun seiner insgesamt 15 Treffer erzielte, brachten allerdings die Pausenführung.

Nach Wiederbeginn erwachte der Torhunger der Gastgeber. Binnen fünf Minuten zogen die Postler vorentscheidend auf 26:18 davon. Vor allem Eric Jordan und Malte Holst drehten in dieser Phase auf, trafen wie sie wollten.

Mitte der zweiten Halbzeit lagen die Gastgeber mit zehn Toren vorn (30:20/45. Minute), ließen sich den klaren Vorsprung nicht mehr nehmen, zumal sich die Gäste durch Zeitstrafen wegen Meckerns selbst schwächten.

Post: Preuß, Scheibe - Jordan 5, Schliephake, Holst 5, Fehn, Hoscher 3, Zunkel 5, M. Dehnhardt 1, Sülflow 2, Fischer 4, C. Dehnhardt 15, Seel 1.