Endlich rollt der Ball auch wieder in der Fußball-Landesklasse, Staffel 2. Die Rückrunde startet am morgigen Sonnabend um 14 Uhr. Aus Magdeburger Sicht stehen dabei die Lokalderbys beim SV Fortuna II bzw. beim FC Zukunft im Mittelpunkt.

Magdeburg l Für den SSV Besiegdas, der auf dem sechsten Tabellenplatz überwinterte, startet die Rückrunde mit einem Gastspiel beim TSV Grün-Weiß Kleinmühlingen/Zens. Nur ein Punkt trennt die beiden Teams aus der oberen Tabellenhälfte.

Ebenso auswärts spielt der TuS 1860 Neustadt, der beim Tabellenvorletzten SV Kali Wolmirstedt antreten muss. Auch wenn die 60er in diesem Spiel als Favorit gelten, sind sie derzeit nicht in Bestform. Die fünftplatzierten Neustädter verloren in der vergangenen Woche ihr Nachholspiel beim SV Eintracht Gommern.

In Magdeburg kommt es zudem zu einem brisanten Kellerduell. Roter Stern Sudenburg, aktuell auf dem 14. Tabellenplatz stehend, empfängt das Schlusslicht Traktor Tucheim. Die beiden abstiegsbedrohten Clubs kämpfen an der Dodendorfer Straße um rettende Punkte für den Klassenerhalt.

Ein weiteres Spiel in Magdeburg ist das Derby zwischen dem FC Zukunft und dem SV Arminia. Auch wenn es sich bei beiden Teams nur um Mannschaften aus dem Mittelfeld der Tabelle handelt, bietet das Duell einiges an Brisanz. Das Spiel in der Hinrunde konnten die Buckauer deutlich mit 4:1 für sich entscheiden. Im Heimspiel an der Bodestraße will sich der FCZ nun revanchieren und dem Stadtrivalen drei Punkte abnehmen. Das Selbstvertrauen dafür dürften die Lemsdorfer haben: Vor Wochenfrist gewann der Aufsteiger sein Nachholspiel beim SV Kali Wolmirstedt mit 1:0.

Noch spannender wird aber wohl das zweite Magdeburger Derby. Die drittplatzierte Olvenstedter Germania muss beim Aufsteiger SV Fortuna II antreten. Im Hinspiel fielen zehn Tore und Aufsteiger Fortuna II gewann überraschenderweise das erste Saison-Pflichtspiel mit 6:4.

"Wir wollen dort drei Punkte holen und die Schmach aus dem Hinspiel wieder gutmachen", sagte Germania-Trainer Maik Hermann. Die Olvenstedter spielten dennoch eine gute Hinrunde und überwinterten auf dem dritten Platz. Um die fünf Punkte Rückstand auf Tabellenführer TSV Rot-Weiß Zerbst nicht zu vergrößern, ist es umso wichtiger, dieses Derby zu gewinnen. "Es ist schon wichtig, den Anschluss nach oben nicht zu verlieren. Dafür müssen wir selber punkten und vielleicht auf Fehler von Zerbst und Heyrothsberge hoffen", ergänzte Hermann. Verzichten muss die Germania voraussichtlich auf Stürmer Patrick Kohrmann.

Auch die zweite Mannschaft der Fortuna spielte eine starke Hinrunde. Der Aufsteiger steht nach 15 Spielen auf dem neunten Rang. Trainer Marco Kilian ist zuversichtlich: "Ich denke, Olvenstedt wird nach dem verlorenen Hinspiel brennen. Dennoch sind wir gewappnet und wollen natürlich auch punkten." Beim Aufsteiger steht der gesperrte Marco Gruner nicht zur Verfügung.