In der Volleyball-Regionalliga Nordost der Männer gelang dem USC Magdeburg am Sonntagnachmittag in eigener Halle ein 3:1 (13, 15, -16, 16)-Erfolg über den Ex-Meister USV Potsdam: Damit behauptete er Rang eins in der Tabelle.

Altstadt (hoe) l Große Aufstiegsfreude wollte nach dem Sieg in der Halle noch nicht aufkommen. Ging man doch davon aus, dass die neun Punkt Vorsprung bei drei noch ausstehenden Spielen noch nicht ganz reichen würden.

Etwas verwundert nahm USC-Trainer Hendrik Oelze dann jedoch am späten Sonntagabend telefonisch die Glückwünsche des Regionalspielwartes Uwe Näthler zum vorzeitigen Erreichen des Meistertitels entgegen.

Da bei Punktgleichheit nicht das Satzverhältnis, wie fälschlicher Weise von den USC-Verantwortlichen angenommen, sondern die Anzahl der mehr gewonnenen Spiele gewertet wird, stehen die Magdeburger mit dem Erfolg gegen Potsdam bereits vorzeitig als Regionalmeister fest. Selbst wenn der USC die letzten drei Spiele verlieren würde, hätte man eine Niederlage weniger bzw. einen Sieg mehr auf dem Konto. Damit ist auch der Aufstieg in die dritte Liga perfekt.

Das Spiel gegen den USV Potsdam selbst verlief eher unspektakulär, zu deutlich war die Dominanz gegen die ersatzgeschwächt antretenden Gäste. In den ersten beiden Sätzen gestatteten die Hausherren den Brandenburgern kaum Entfaltungsmöglichkeiten, agierten über weite Strecken in allen spielerischen Elementen dominant, so dass der USV nur 13 bzw. 15 Punkte auf der Habenseite verbuchen konnte.

Im dritten Durchgang stellten die "Studenten" dann allerdings das Sporttreiben ein, produzierten zahlreiche Eigenfehler und bekamen mit dem 16:25 prompt die Quittung.

Der Fauxpas wurde im Folgesatz zwar sofort wieder ausgebügelt, "Bäume" brauchten die Elbestädter dabei aber auch nicht "auszureißen". Das Satzergebnis lautete genauso wie zuvor, diesmal aber für den USC und der Drei-Punkte-Erfolg (sowie, noch unbewusst, der Meistertitel) war perfekt.

Die Magdeburger hatten insgesamt mit bedeutend mehr Gegenwehr durch die noch abstiegsgefährdeten Gäste gerechnet, waren eigentlich auf ein ähnlich hartes Match wie zuletzt gegen Cottbus eingestellt.

In den nächsten Wochen gilt es für die gesamte Mannschaft, die Spannung hoch zu halten, da man ja durchaus noch Zünglein an der Waage sein könnte, was den Abstiegskampf anderer Mannschaften betrifft.

USC Magdeburg: Abramow, Duvigneau, Ebeling, Engel, Glücklederer, Griep, Hockarth, Maaß, Noack, Petereit, Schmidt, Stöter