Magdeburg (vs) l In der 2. Wasserball-Bundesliga Ost trennten sich Stepp Prag und die Wasserball Union Magdeburg am vergangenen Sonnabendabend leistungsgerecht 14:14 (4:4, 3:3, 4:4, 3:3).

Die WUM ist eine der wenigen Mannschaften der 2. Liga Ost, welche den Weg nach Prag nicht scheut. Die Spiele gehen zwar in die Wertung ein, Prag darf aber nicht in die 1. Bundesliga aufsteigen. Zudem können die deutschen Mannschaften entscheiden, ob Sie in Prag spielen oder ob Prag sein "Heimspiel" bei der deutschen Mannschaft austragen muss.

Es wurde das erwartet schwere Spiel. Vor knapp 150 Zuschauern, darunter etwa 50 Magdeburger, gelang Ilia Butikashvili das erste Tor. Zwei Unkonzentriertheiten ließen aber die Prager mit 2:1 in Führung gehen. Postwendend gelang Holger Dammbrück in Überzahl der Ausgleich. Beide Teams boten schnellen und attraktiven Wasserballsport. Erneut Butikashvili und Patrick Stelzner sorgten für das 4:4.

Auch das zweite Viertel war an Spannung kaum zu überbieten. In einem rasanten Spiel konnte sich keine Mannschaft absetzen. Durch starke Abwehrreihen fielen jeweils drei Tore (Max Lehnert, Dammbrück, Stelzner für WUM), so dass beim 7:7 die Seiten gewechselt wurden.

Immer wieder angetrieben von den lautstarken Gesängen der Magdeburger Fans hielt die WUM schwimmerisch dagegen. In der einen oder anderen Situation hätte man sich etwas mehr Entschlossenheit gewünscht. So konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Das dritte Viertel endete folgerichtig 4:4 (WUM: je 2 Butikashvili und Stelzner).

War der Spielverlauf schon spannend, wurde er durch die Dramatik in den Schlussminuten weit übertroffen. Knapp drei Minuten vor dem Ende schwammen die Prager einen Konter, vollendeten zum 14:13. Unmittelbar danach verlor die WUM im Angriff den Ball, doch Marco Schoder verhinderte mit einer Glanzparade Schlimmeres.

In Überzahl erzielte Patrick Stelzner 60 Sekunden vor Schluss den 14:14-Ausgleich. Danach wurde der Prager Angriff abgefangen und Struffmann nahm eine Auszeit. Die Fans feierten bereits zu diesem Zeitpunkt ihre Mannschaften, die bis dahin ein tolles Spiel abgeliefert hatten. Doch es sollte noch dramatischer kommen.

Der Angriff der Magdeburger wurde abgepfiffen, ein WUM-Spieler zudem des Wassers verwiesen. Die Elbestädter kämpften, Marco Schoder parierte den Wurf der Prager neun Sekunden vor Schluss. Stelzner setzte zwar noch zum Konter an, scheiterte aber wie auch Butikashvili am Prager Torhüter. So endete das hochklassige Wasserballmatch leistungsgerecht 14:14.

WUM-Trainer Struffmann: "Mit etwas Glück hätten wir in der Schlusssekunde den Sieg mitnehmen können. Aber insgesamt geht das Unentschieden in Ordnung."

WU Magdeburg: Schoder - Vieth, Butikashvili 6, Kohnert 1, Lehnert 1, Stelzner 4, Schulle, Hagendorf, Dammbrück 2, Richter, Wiese, Block, Böer