Bei den 22. Tennis-Hallen-Landesmeisterschaften der Damen und Herren in Magdeburg kämpften über 40 Akteure in sechs Wettbewerben um Titelehren des Landesverbandes. Drei der vier zu vergebenden Landesmeistertitel blieben in der Landeshauptstadt.

Sudenburg l Im Feld der elf Damen erreichten erwartungsgemäß die beiden topgesetzten Spielerinnen Madlen Lüdtke aus Stendal und die für den 1. TC Magdeburg startende Linda Wilkerling das Finale. Dort profitierte die 18-jährige Magdeburgerin von der verletzungsbedingten Aufgabe ihrer zwei Jahre jüngeren Gegnerin aus Stendal. Beim Stand von 7:5 und 4:1 für Wilkerling musste Lüdtke wegen einer Schulterverletzung aufgeben.

Deswegen konnte die 16-jährige Stendalerin auch nicht zum Doppelfinale antreten. Somit gewann Wilkerling zusammen mit der erst 13-jährigen Amina Kuc aus Biederitz auch noch den Titel im Doppel. Für die Magdeburgerin waren es die ersten Landesmeistertitel im Erwachsenenbereich.

Ebenfalls wegen einer Verletzung verpasste die erst 12-jährige Charlotte Wengrzik von LuckyFitness.de Magdeburg den dritten Platz bei diesen Meisterschaften. Eine Fußverletzung stoppte sie im zweiten Satz des kleinen Finals gegen Kuc. Im Viertelfinale gewann Wengrzik gegen die Biederitzerin Alexandra Arlt mit 6:2 und 6:1.

Neuer Titelträger bei den Herren

Neuer Landesmeister bei den Herren wurde der für den 1. TC Magdeburg an den Start gehende Christian Möhrke. Ohne Satzverlust führte ihn der Weg in das Finale gegen Martin Radetzki vom TC Halle 94. Auch dort war der 35-jährige Möhrke nicht zu stoppen und gewann mit 6:2, 6:4 nach dem Freilufttitel aus 2013 den zweiten Landesmeistertitel bei den Aktiven innerhalb eines halben Jahres.

Von den weiteren zehn Magdeburger Startern schafften nur zwei den Einzug in das Viertelfinale. Nach zwei klaren Erfolgen in den ersten Runden wurde dort der an Nummer fünf gesetzte Patrick Hüser (LuckyFitness.de Magdeburg) von Sebastian Beilecke aus Blankenburg gestoppt. Der 24-jährige Hüser unterlag nach großem Kampf dem neuen Herren-30-Landesmeister aus Blankenburg knapp mit 7:6, 4:6 und 4:6.

Vereinskollege Konrad Neuling schied im Viertelfinale des Wettbewerbes gegen den späteren Landesmeister aus. Der erst 19-jährige Neuling verlor gegen Möhrke mit zweimal 2:6. Zuvor gewann Konrad Neuling das "Magdeburger Duell" gegen Markus Arnswald vom 1. TCM mit 6:3 und 7:5. Christoph Timme vom Magdeburger TV Einheit scheiterte in der zweiten Runde am Dessauer Kevin Knuth mit 2:6 und 6:7. Alle weiteren sechs Magdeburger Akteure verloren ihr Auftaktspiel und gingen deshalb im Nebenrunden-Wettbewerb an den Start.

Dort kam es dann auch zu einem "reinen" Magdeburger Finale. Dieses gewann der 30-jährige Christopher Bergling vom Magdeburger TV Einheit gegen Jörn Schramek vom 1. TC Magdeburg. Bergling setzte sich in diesem Finale mit 6:2 und 6:3 relativ eindeutig durch.

Zusammen mit seinen Vereinskollegen Konrad Neuling erreichte Bergling zudem auch noch das Halbfinale im Doppelwettbewerb, wo sich beide dem Dessauer Duo Kevin Knuth/Alexander Dittert knapp mit 4:6 und 6:7 geschlagen geben mussten.

Generationswechsel bei Damen und Herren

Insgesamt erfuhren diese Meisterschaften einen Generationswechsel. Im Feld der elf Damen waren neun Teilnehmerinnen 16 Jahre und jünger. Vier davon gingen im Januar noch bei den Meisterschaften der U-14-Juniorinnen an den Start. Das Durchschnittsalter dieser Konkurrenz betrug exakt 16,0 Jahre. Ohne die 35-jährige Julia Reichenbach läge der Schnitt bei 14,2 Jahre. "Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren weiter fortsetzen", glaubt der Vizepräsident Sport Oliver Brandt.

Im Feld der 28 gestarteten Herren waren insgesamt acht Akteure 16 Jahre und jünger. Hier betrug das Durchschnittsalter 26,5 Jahre. Ein Novum war dabei der Start von Peter Rudolph. Der Akteur vom Magdeburger TV Einheit wollte sich mit seinen 64 Jahren noch mit den Jüngeren messen. Er hatte in seinem Auftaktmatch den 49 Jahre jüngeren Florian Engshuber aus Dessau zum Gegner und konnte sogar den ersten Satz gewinnen. Am Ende musste sich der Magdeburger doch noch mit 6:4, 3:6 und 1:6 geschlagen geben.