Die SCM-Youngsters empfangen am morgigen Sonnabend (19.30 Uhr/Gieselerhalle) Drittliga-Neuling MTV Vorsfelde. Dabei kann Magdeburgs Trainer Bennet Wiegert einen Rekord einstellen.

Stadtfeld l Gegen den Tabellenvorletzten Vorsfelde winkt Trainer Bennet Wiegert mit seinen SCM-Youngsters die Einstellung eines Rekords, streben die Gastgeber doch im siebten Spiel unter Führung des 32-Jährigen den siebten Sieg an. Das Kunststück gelang im Herbst 2012 seinem Vorgänger Dirk Pauling, der mit der SCM-Zweiten zwischen dem 6. und 12. Spieltag siebenmal gewann, ehe die TG Münden mit einem 31:29 ein Stoppzeichen setzte.

Allerdings ist Wiegert der mögliche Rekord von sieben Siegen in Folge relativ egal, nachdem die ersten sechs Spiele unter seiner Regie gewonnen wurden, was Vorgänger Pauling zu Saisonbeginn übrigens auch schaffte, ehe es beim HC Elbflorenz die erste Niederlage setzte.

"Alles andere als ein Sieg gegen Vorsfelde wäre sicherlich enttäuschend, denn wir haben einen guten Lauf, spielen zudem zu Hause", erklärte Wiegert vor dem morgigen Spiel gegen den Aufsteiger, betonte aber im gleichen Atemzug, dass es interessanter sei, ein gutes Spiel abzuliefern und die Jungs weiterzubringen. "Vor allem ist es wichtig, einmal über 60 Minuten konzentriert und erfolgreich zu spielen, denn daran haperte es zuletzt mehrfach, auch in groß Umstadt, wo das Team wieder große Wellentäler durchschritt."

Der morgige Gast Vorsfelde ist für Wiegert nicht erst seit dem 22:21-Erfolg in Dessau und der knappen Niederlage zuletzt gegen Kirchheim alles andere als Fallobst. "Der MTV hat zuletzt guten Handball gespielt, sich Stück für Stück entwickelt und zeigt jetzt ein ganz anderes Auftreten als noch beim Hinspiel. Was den Vorsfeldern vielleicht noch fehlt, ist etwas Cleverness", so der SCM-Coach. Aufgrund der Terminüberschneidung verpasst Wiegert bereits das zweite Bundesliga-Spiel des SCM in Folge, ist auch in Lemgo nicht dabei.

Trotz der Ausfälle von Sven Vogel, der noch nicht wieder trainierte, Maximilian Wasielewski, dessen Lippe im A-Jugend-Spiel gegen Burgdorf mit sechs Stichen genäht werden musste, André Czech, der aufgrund seiner Lehre vorerst nur A-Jugend spielen möchte, und Tim Wiebe, dessen Einsatz nach einem Infekt zu früh kommen würde, denkt Wiegert, eine schlagkräftige Truppe auf das Parkett bringen zu können, auch wenn auf Rechtsaußen wieder improvisiert werden muss.