Der 15. Spieltag der Bundesliga Classic der Herren (200 Wurf) endete mit der erwarteten Heimniederlage des Magdeburger SV 90 gegen Kleeblatt Berlin. Mit 5 324:5 496 Holz und 172 Kegeln Rückstand gestaltete sich der Spielausgang schließlich aber deutlicher, als es den Elbestädtern lieb gewesen wäre.

Lemsdorf l Immerhin hatten die Lemsdorfer vier ihrer sechs Gegner nahezu im Griff, den klaren Unterschied machten am Spieltag jedoch zwei überragende Einzelleistungen der Köpenicker aus.

Magdeburg agierte mannschaftlich gesehen zu bieder, um einen Überraschungssieg einzufahren. Berlin zeigte die nötige Gelassenheit und Cleverness, ohne sich durch zwischenzeitlich gute Wurfserien der Gastgeber überrumpeln zu lassen.

Damit konserviert Kleeblatt seinen zweiten Tabellenplatz und wird bei der diesjährigen Titelvergabe ein gehöriges Wort mitreden. Der MSV 90 bleibt am Tabellenende hängen und muss sehen, was in den verbleibenden drei Spielen sportlich noch drin ist.

Dabei bot der Startdurchgang durchaus Hoffnung auf einen Magdeburger Heimsieg. Überraschenderweise fand Kleeblatt mit Kupsch (880) und Drache (877) nur schwer ins Match und die Gastgeber konnten zwischenzeitlich schon einmal bis auf 65 Holz enteilen. Ulf Wunderlich (893) und Steffen Gotsch (877) fehlte aber am Ende doch das nötige Glück und der letzte Biss, um einen noch höheren Vorsprung zu fixieren.

Somit hatten die Berliner im zweiten Starterpaar weiterhin die Möglichkeit, dem Spiel eine vorentscheidende Wende zu verpassen. Immerhin betrat mit Sven Tränkler der beste Kegler der gesamten Liga die Magdeburger Bahnen und mit seinen 998 gefallenen Kegeln zeigte er erneut, warum gerade er auch den Einzelbahnrekord in der Landeshauptstadt Magdeburg hält.

Sein Mitspieler Bartscheck ließ sich inspirieren und erzielte ebenfalls hervorragende 927 Holz. An dieser Stelle waren die Gastgeber mit Dirk Sommermeyer (889) und Gerhard Piekacz dann doch etwas überfordert und mussten abreißen lassen. Piekacz, in seinem ersten Spiel nach langwieriger Verletzung, machte seine Sache mit gespielten 908 Zählern mehr als zufrieden stellend, sodass der MSV für den Rest der Saison wohl auf seinen Kapitän bauen kann.

Der finale Durchlauf war angesichts der 115 Zähler Rückstand für Magdeburg nur noch Makulatur. Den Domstädtern fehlte auch im dritten Durchgang eine überragende Leistung weit jenseits der 900-Punkte-Marke. Ulf Schmidt (880) und Uwe Hecht (877) gelang zu wenig, um die Berliner Kleeblätter noch einmal herausfordern zu können. Sehenswerten Kegelsport zeigte im Schlusspaar noch einmal der Berliner Seidel (955), wobei die eher mäßige Leistung von Lischke (859) für die Gäste dann nicht mehr ins Gewicht fiel.