Stadtfeld l Startrekord für Youngsters-Coach Bennet Wiegert. In einem über weite Strecken ausgeglichenen, sehenswerten Spiel gelang mit dem 29:23 (14:7) gegen den HC Elbflorenz der achte Sieg im achten Spiel.

Wiegert lobte anschließend die Leidenschaft und Kraft seiner Schützlinge, "die jugend-lich attraktiven Tempohandball demonstrierten, wie ihn das Magdeburger Publikum mag", und war insgesamt mit der gebotenen Leistung zufrieden.

Nach Meinung seines Gegenübers Peter Pysall, der auf den knieverletzten Außen Jurgeleit verzichten musste und den Ex-Magdeburger Rudow nach überstandener Mittelohrentzündung nur im zweite Abschnitt brachte, fiel die Niederlage etwas zu hoch aus.

Doch auch Wiegert musste improvisieren, hatte mit Carstens und Gebala nur zwei echte Innenblockspieler, so dass er nach der Pause auch Saul auf der Rückraummitte-Position brachte, um die Defensive zu entlasten.

Ein sicherer Rückhalt war diesmal Torwart Philip Ambrosius, der 21 freie Bälle parierte. "Das passte heute, ich war voll fokussiert", nahm der Blondschopf die Glückwünsche entgegen.

Das Spiel begann zäh, wurde von den Abwehrreihen bestimmt. So gelangen in der ersten Viertelstunde gerade einmal fünf Tore - Ackermann traf zum 3:2 (14. Minute). Auch in doppelter Überzahl gelang dem Gastgeber nur ein 2:1 zum 6:4-Zwischenstand (18.). Waren die Gäste beim 10:7 noch dran (26.), zog die SCM-Zweite mit Kontertoren auf 14:7 zur Halbzeitpause davon, führte später durch Hornke sogar 16:8 (35.).

Aber die Dresdner rappelten sich wieder auf, verkürzten auf 19:16 (43.), später noch einmal auf 22:19 (49.). Doch als die SCM-Zweite durch Gebala, Sohmann, Sommermeier und Hornke auf 26:19 erhöhte, Dresden zum vierten Mal Holz traf, war der Drops gelutscht (52.).

Im Gegensatz zu den vorangegangenen zwei Heimspielen gegen die Kellerkinder Münden und Vorsfelde waren die Youngster in der zuvor als Spiel auf Augenhöhe angekündigten Partie über weite Strecken voll konzentriert, zeigten vor allem in der ersten Halbzeit eine starke Leistung, während Trainer Wiegert im zweiten Abschnitt das geforderte Tempospiel etwas vermisste und auch die acht technischen Fehler registriert haben dürfte.

SC Magdeburg II: Ambrosius - Hornke 5, Saul 4, Carstens 2, Gebala 9, Ackermann 1, Sohmann 5/2, Sommermeier 2, Hartfiel 1, Wilke, Rühl, Kaffenberger. Schiedsrichter: Große/Kreutz (Nordhausen) - Zuschauer: 400. Siebenmeter: SCM 3/2 - HC 4/1. Zeitstrafen: SCM 3 - HC 6