Mit dem erstmaligen Turniersieg des 1. FC Nürnberg endete am Sonntagnachmittag das X. Hallenfußballturnier um den Pape-Cup für C-Junioren. Die Franken, im vergangenen Jahr Dritter, setzten sich im Finale des erneut stark besetzten Turnieres gegen Hertha BSC klar und deutlich mit 4:0 durch. Platz drei ging an Eintracht Frankfurt. Die Hessen verwiesen Hannover 96 durch ein 5:0 auf Rang vier.

Stadtfeld. Am Ende des 16-Stunden-Marathons waren sich die Macher von Veranstalter 1. FC Magdeburg darin einig, dass es ein erfolgreiches Turnier war. Zumal der Gastgeber mit Platz sechs auf seine beste Platzierung seit dem Jahr 2003, als der Club Vierter wurde, verweisen konnte. Damals gingen allerdings nur zehn Mannschaften an den Start.

Heuer wieder mit 20 Teams, durch die Teilnahme des Zweitligisten FC Winterthur aus der Schweiz wieder international gestartet, boten die Mannschaften den an beiden Tagen zusammen gut 1 500 Zuschauern teilweise recht attraktiven Hallenfußball. Wobei am Samstagnachmittag weit mehr gezeigt wurde, als noch am Vormittag. Diesem Urteil schlossen sich auch die beiden Altinternationalen des 1. FC Magdeburg, Martin Hoffmann und Jürgen Pommerenke, die als Ehrengäste zugegen waren, an.

Die Nürnberger, die sich bei ihrer fünften Teilnahme in Folge durchsetzten, zählten mit zu den Mannschaften, die einen attraktiven Hallenkick zeigten. Doch auch die drei anderen Halbfinalisten gehörten mit zu den Gewinnern. Enttäuschend war dagegen der Auftritt der ansonsten ja stark miteinander konkurrierenden Ruhrpottvereine FC Schalke 04 mit Trainer Willi Landgraf und Borussia Dortmund. Wobei man bei den Jungen aus dem Westfalenstadion anmerken muss, dass diesen nach der Rückkehr von einem gut besetzten und von ihnen gewonnenen Freiluftturnier in Italien nur gut 15 Stunden zum Ausruhen blieben, ehe es per Autobus Richtung Magdeburg ging.

Am ersten Tag machten auch die Bayern ihrem großen Namen alle Ehre, erzielten die meisten Tore in der Vorrunde, kassierten die wenigsten in selbiger. Am zweiten Tag konnten die Rot-Weißen, die unter anderem von Herrmann Hummels, Vater von Neu-Nationalspieler Mats Hummels (jetzt Dortmund, einst im Nachwuchs des FCB aktiv), trainiert werden, aber nur phasenweise an diese Leistung anknüpfen. So kassierte man im Viertelfinale im prestigeträchtigen "Bayern-Derby" gegen den Franken-Club aus Nürnberg eine 1:3-Niederlage, unterlag auch noch dem letztjährigen Turniersieger 1. FC Köln mit 0:2. Erst im Spiel um Platz sieben gegen Borussia Mönchengladbach beendete der FCB mit einem 4:2 diese Mini-Negativserie.

Einziger Wermutstropfen war die schwere Knieverletzung des Gladbachers Johannes Keisers, die dieser sich gestern im Spiel gegen die Bayern zuzog. Ein besonderer Dank des 1. FC Magdeburg geht an dieser Stelle an den in der Halle weilenden Orthopäden Dr. Torsten Bode aus Herford, der die entscheidende medizinische Hilfe vor Ort leistete.

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