Magdeburg l Im Norden der Stadt steigt am Sonnabend ein absolutes Spitzenspiel in der Landesklasse, Staffel 2. Der TuS 1860 Neustadt hat als Tabellendritter den zweitplatzierten SV Union Heyrothsberge zu Gast. Der Spieltag ist einer der wenigen, der kein Magdeburger Derby parat hält. Während der FC Zukunft die Nedlitzer daheim zum Tanz bittet, gehen die übrigen fünf Magdeburger Teams auf Reisen. Der Ball rollt jeweils ab 15 Uhr.

Die Neustädter könnten mit einem Heimsieg an der Zielitzer Straße das Aufstiegsrennen weiter offen gestalten. Sie würden bis auf drei Punkte an ihren samstäglichen Gegner und Tabellenzweiten Heyrothsberge heranrücken. Allerdings beträgt der Abstand auf den Platz an der Sonne bereits acht Zähler. Zudem hat Ligakrösus Zerbst auch noch ein Spiel weniger bis dato absolviert.

"Wir wollen drei Punkte. Alles ist auf einen Heimsieg ausgerichtet", blickt TuS-Coach Tino Beyer der Spitzenpartie entgegen. Für dieses Unterfangen sind fast alle Mann an Bord. "Wir wollen an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen und konzentriert zu Werke gehen. Wir erarbeiten uns derzeit viele Chancen, dass stimmt mich für die Partie positiv", so Beyer weiter, der trotz des großen Zerbster Punktevorsprung den Aufstieg noch nicht abgeschrieben hat. "Wir wollen die anderen so lange wie möglich ärgern. Mal schauen, was bis Ostern so alles passiert."

Der FC Zukunft ist Gastgeber für die Partie gegen den SC Vorflämming Nedlitz. Die Lemsdorfer mussten sich in der Vorwoche zwar mit 0:3 beim TuS-Gegner Heyrothsberge geschlagen geben, dennoch war Trainer Peter Köhler nicht unzufrieden. So sei man trotz des Fehlens von gleich sieben Stammkräften bis zur 60. Minute auf Augenhöhe gewesen.

Für den SV Arminia, Germania Olvenstedt und den SSV Besiegdas heißt es ebenso Koffer packen wie für den SV Fortuna II und Roter Stern Sudenburg. Letztgenannter Elf steht dabei die vermeintlich schwierigste Aufgabe bevor. Die Elf von Trainer Bodo Thiele reist zum Spitzenreiter Zerbst. Die Sudenburger können eigentlich befreit aufspielen. In den letzten zwei Partien wurden vier Punkte gesammelt und der Abstand zu den Abstiegsrängen ein wenig vergrößert.

Der SV Arminia musste zuletzt zwei Niederlagen in Folge einstecken. Beim Tabellennachbarn SG Gnadau soll der Negativtrend gestoppt werden.

Auch bei Germania Olvenstedt lief es in den vergangenen Wochen nicht so, wie vielleicht gewünscht. Mit ebenfalls zwei Pleiten musste das Team von Coach Maik Herrmann sich vorerst aus dem Aufstiegsrennen verabschieden. Die Olvenstedter treten am Sonnabend beim SV Eintracht Gommern an. Der Gastgeber, der vor kurzem erst den jetzt bei den Sternen agierenden Trainer Bodo Thiele wegen angeblicher Erfolgslosigkeit geschasst hatte, steckt tief im Abstiegssumpf, so dass es mit drei Zählern durchaus klappen könnte. Gommern hat in den bisher vier Spielen der Rückrunde nicht einen Punkt gewonnen.

Der SSV Besiegdas fährt mit breiter Brust nach Wolmirstedt. Die Ostelbier haben seit sieben Spieltagen nicht mehr verloren. Die zweite Mannschaft des SV Fortuna muss beim TSV Grün Weiß Kleinmühlingen/ Zens ran. Die Nordmagdeburger liegen derzeit im gesicherten Mittelfeld der Tabelle und haben nichts zu verlieren.

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