Die Erfolgsserie des VfB Ottersleben 2014 mit vier Siegen und zwei Remis ist gerissen. Das Hoof-Team unterlag am Sonnabend dem SV Fortuna im Stadtderby mit 0:2 (0:0).

Ottersleben l Um es vorweg zu nehmen. Der Gästesieg war verdient, da gab es nach dem Schlusspfiff keine Diskussionen. Die Ottersleber schienen die Zeitumstellung eine Woche zuvor irgendwie verpasst zu haben, wirkten schläfrig und fanden nie ins Spiel. "Das Passspiel war eine Katastrophe. Fast immer wurde die falsche Entscheidung getroffen", monierte hinterher VfB-Trainer André Hoof.

Zwar rissen auch die Fortunen keine Bäume aus, liefen des Öfteren ins Abseits, wirkten insgesamt aber griffiger, präsenter. So entwickelte sich zunächst eine sehr zähe Partie, die sich vor allem zwischen den Strafräumen abspielte, prägten vor allem Fehlabspiele und Ballverluste das Geschehen. Die beste Gäste-Möglichkeit vor der Pause besaß Flügelflitzer Müller, der sich über rechts durchsetzte, aber VfB-Schlussmann Schulze machte gedankenschnell die kurze Ecke zu (24. Minute).

Kurz vor dem Pausenpfiff spielten sich die Fortunen über mehrere Stationen ansehenswert durch, blieben aber ohne Abschluss (43.). Nach einer Stunde Spielzeit zog die Partie sichtlich an, was auch an den Einwechslungen von Meyer und Dieterichs auf Seiten der Ottersleber lag. Doch die Tore fielen auf der anderen Seite.

Nach einem der weiten Einwürfe von Kolodziej kurvte Ginter in die Mitte und ließ dem ansonsten gute Schulze mit seinem Schuss ins linke untere Ecke keine Abwehrchance im VfB-Tor (61.). Nur zwei Minuten später markierte Bimenyimana mit einem sehenswerten Kopfball unter die Latte nach einer Rechtsflanke von "Mü" Müller das schon entscheidende 0:2 (63.).

Der eingewechselte Dieterichs bereitete mit dem ersten vernünftigen Torabschluss der Ottersleber Fortuna-Keeper Stauch keine Probleme (68.). Zwar munterte VfB-Kapitän Oesterhoff seine Mitspieler ("Positiv denken, wir haben noch Zeit") noch einmal auf, doch die Hausherren hätten am Sonnabend wohl noch Stunden spielen können ohne zu treffen. So verfehlte Podehl das verwaiste Tor (69.), blieb beim Foul von Spieler an Prenzer der erhoffte Elfmeterpfiff aus (82.).

"Ich habe im Moment keine Erklärung, warum wir heute so schwach waren. Nun heißt es Mund abputzen und weitermachen", erklärte VfB-Trainer Hoof beim Gang in die Kabine. Sein Gegenüber Dirk Hannemann sprach von einem verdienten Sieg: "Den ersten Riesen hatten wir. Unsere Taktik ging auf. Wir wollten tief stehen und dann auf Konter lauern."

Ottersleben: Schulze - Schmeil, Oesterhoff, Pollok, Prenzer, Gehrs (67. Jahns), Rappholz (56. Meyer), Stockhaus, Könning (61. Dieterichs), Leschowski, Podehl

Fortuna: Stauch - Schönijahn (71. Lindner), Kreibe, T. Heinrich, Kolodziej, "Mü" Müller, Nützel, Müller (35. Spieler), Bimenyimana, Ginter, Wichmann (87. Röder)