Magdeburgs JKA-Karateka schnitten mit dem Gewinn von einer Gold- und drei Bronzemedaillen bei den Europameisterschaften im belgischen Kortrijk sehr erfolgreich ab.

Magdeburg (vs) l In diesem Jahr fand die JKA-Europameisterschaft im belgischen Kortrijk statt. Mit 21 Nationen und über 500 Teilnehmern am Start fanden diese Titelkämpfe eine sehr gute Resonanz. Mit dabei waren auch fünf Kämpferinnen und Kämpfer der beiden Magdeburger Vereine BKC und HKC.

Für Leonie Diffené vom BKC war es im Frauenbereich die erste Europameisterschaft. Die erst sechzehnjährige Magdeburgerin bewies großes Potential, konnte sich direkt im Kata Einzel platzieren. Nach zwei Siegen über Sportlerinnen aus England und Norwegen, wobei Letzterer erst durch den Hauptschiedsrichter-Entscheid gewertet werden konnte, zog sie in die Zwischenrunde der besten acht ein. Hier konnte sie sich als drittbeste Kämpferin für das Finale qualifizieren. In diesem sicherte sie sich im Stechen dann die Bronzemedaille. Zudem holte die junge Athletin mit dem Kata-Team noch den vierten Rang.

Christin Hundertmark, ebenfalls vom BKC, startete im Kata-Team-Wettbewerb der Frauen. Die sehr erfolgreiche Mannschaft ist mittlerweile aus beruflichen Gründen auf dem Weg, ihre Karriere zu beenden. Für die EM in Belgien kam ein Mitglied extra zur Vorbereitung aus Hongkong angereist. Die Mannschaft konnte sich souverän für die Finalrunde qualifizieren. Dort belegte sie in einem starkem Finale mit ihrer Kürkata "Nijushiho" den ersten Platz und holte sich das fünfte EM-Gold.

BKC-Trainer und Sensei Tobias Prüfert, der sich gleich im Anschluss an die EM auf den Weg nach Japan machte, konnte wieder sehr zufrieden mit seinen Sportlern sein.

Gleich mit drei Aktiven war der HKC Magdeburg im deutschen EM-Team vertreten. Bei den Juniorinnen bestritt Katharina Feldmann Wettkämpfe im Kata, Kumite und Kumite-Team. Im Kata schied die junge Athletin gleich im ersten Kampf gegen eine Ungarin aus, gleiches passierte auch dem deutschen Kumite-Team. Im Kumite kämpfte sie sich mehrere Runden weiter. Kurz vor den Medaillenrängen musste sie aber der späteren Vizeeuropameisterin aus Norwegen sportlich den Vortritt lassen.

Für Bianca Walsleben endete der Auftritt im Kumite Einzel mit einer Enttäuschung, da es bereits im ersten Kampf gegen eine Französin nach einer unerklärlichen Kampfrichterentscheidung kurz vor Ultimo mit 1:2 das Aus gab. Innerlich aufgewühlt ging sie in den Kumite-Teamwettbewerb, wo sie mit der deutschen Mannschaft bis in das Halbfinale einzog. Dort versperrte dann allerdings England den Weg ins Finale, so dass sich die deutschen Frauen über Bronze freuen konnten.

Für Stephan Walsleben verlief das Kumite Einzel etwas erfolgreicher. Er kämpfte sich immerhin bis ins Poolfinale vor, musste sich dann aber einem starken Russen beugen. Wie seine Schwester Bianca verlor er im Kumite Team-Wettbewerb dann keinen Kampf mehr, kämpfte sich mit der Mannschaft bis ins Halbfinale vor. Auch für die deutschen Männer war dann England zu stark, so dass man sich über Bronze freuen durfte.

Bilder