Magdeburg l "Wir wollen wieder besser Fußballspielen als zuletzt", blickt Germania Olvenstedt-Coach Maik Hermann dem Derby gegen den TuS 1860 Magdeburg entgegen. Beide Mannschaften kämpfen noch um den inoffiziellen Titel bestes Magdeburger Team der Landesklasse 2. Wichtige Aufgaben haben Roter Stern Sudenburg und der FC Zukunft am Sonnabend zu lösen. Jeweils drei Punkte werden im Kampf gegen den Abstieg dringend benötigt.

In der Tabelle hat Germania derzeit aus Magdeburger Sicht die Nase vorn. Die Olvenstedter liegen auf dem dritten Rang und haben gegenüber dem TuS zwei Punkte Vorsprung. "Der Aufstiegszug ist abgefahren. Ganz nach vorn geht es nicht mehr, nach unten ist genügend Luft. So haben wir noch das kleine Ziel, in der Endabrechnung die besten Magdeburger in unserer Liga zu sein", erläutert Maik Hermann. Mit einem Sieg gegen die Neustädter könnte für dieses Unterfangen ein großer Schritt getan werden. Personell kann Hermann aus dem Vollen schöpfen, alle Mann sind an Bord.

Der Germania-Trainer hat auch schon den Stadtpokal im Kopf. Gewinnen die Olvenstedter ihr Halbfinale gegen den SSV Besiegdas 03 und setzt sich der TuS 1860 gegen den VfB Ottersleben II durch, könnten sich beide Mannschaften am 14. Juni erneut gegenüber stehen. "Dies wäre schon das Traumendspiel", so Herrmann, der natürlich auch weiß, das alle Partien erst einmal gespielt werden müssen.

TuS-Trainer Tino Beyer muss für das Duell am Sonnabend auf den rotgesperrten Oliver Busse verzichten. Zudem fallen zwei weitere Spieler verletzungsbedingt aus. "Wir werden aber eine schlagkräftige Truppe zusammen bekommen. In den vergangenen zwei Jahren haben wir in Olvenstedt nicht allzu viel gerissen. Es wird mal wieder Zeit für einen Auswärtssieg", schickt Beyer eine Kampfansage ab. Seine Mannen dürften ohnehin hoch motiviert in das brisante Derby gehen. Der TuS-Coach feiert am Wochenende seinen 40. Geburtstag. Ein Sieg gegen Germania Olvenstedt wäre ein prima Geschenk an Tino Beyer.

Der SSV Besiegdas ist Gastgeber für das Spiel gegen die SG Gnadau. Die Ostelbier haben ebenfalls noch alle Karten in der Hand, bestes Magdeburger Landesklasse-Team zu werden. Ein Blick auf die Tabelle verrät: Besiegdas liegt aktuell zwischen Olvenstedt und den Neustädtern auf dem vierten Platz.

Im gesicherten Mittelfeld rangieren die zweite Mannschaft des SV Fortuna und der SV Arminia. Die Mannen vom Schöppensteg empfangen Eintracht Gommern. Die Buckauer haben den aufstiegsambitionierten TSV Rot-Weiß Zerbst zu Gast. Bei Fortuna rollt der Ball bereits ab 12.30 Uhr, alle anderen Partien werden um 15 Uhr angepfiffen.

Deutlich ernster ist die Lage hingegen für Roter Stern Sudenburg und dem FC Zukunft. Das Abstiegsgespenst geht um. Sieben Spieltage vor dem Saisonende ist aber noch lange nichts entschieden. Beide Mannschaften bekommen es zudem mit noch schlechter platzierten Teams zu tun. Während die Sterne auf den Tabellenvorletzten SV Kali Wolmirstedt treffen, reisen die Lemsdorfer zum Schlusslicht Traktor Tuchheim. Mit jeweils einem Sieg könnten die Elbestädter das sportliche Schicksal ihrer Gegner fast schon besiegeln und selbst hoffnungsvoller in die Zukunft blicken.

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