Magdeburg (hoe). "Gefühlte" vier Punkte brachten die Regionalliga-Volleyballer des USC von ihrem mit 3:0 (-29, -21, -19) gewonnenen Auswärtsspiel beim VfK Berlin-Südwest mit an die Elbe und haben somit in sportlicher Hinsicht einen perfekten Einstieg in das neue Jahr hingelegt.

Dabei hatten die Gäste vorher wieder einmal ein paar personelle Rückschläge zu verkraften. Zwar meldete sich Libero Andreas Hennig zum Spieltag wieder fit, doch neben Thomas Noack und Stefan Meineke mussten auch noch Nils Opitz nach einer Punktion des Knies und Tim Lautenschläger (er war bei Glatteis ausgerutscht und hatte sich das Knie verdreht) passen.

Um so mehr rückte die Mannschaft zusammen und verkaufte sich in der Bundeshauptstadt sehr ordentlich. Dabei hatten die Magdeburger besonders im ersten Satz einige brenzlige Situationen zu überstehen, in erster Linie aber, weil man sich nicht an die taktische Marschroute hielt, besonders im Aufschlag nicht volles Risiko zu gehen, sondern wenig Eigenfehler zu produzieren. Dazu kam, dass in der Annahme drei Fehler gemacht wurden, die aus einer schlechten Absprache innerhalb des Annahmeriegels resultierten. Daraus schlugen die Gastgeber dann auch Kapital und gingen mit 21:17 in Führung.

Doch die Magdeburger schafften es in der Folgezeit nicht nur ihre Fehler zu reduzieren, sondern legten auch in den Verteidigungshandlungen, Block und Feldabwehr deutlich zu. Bis zum 31:29 musste der USC dann auch noch drei Satzbälle abwehren, ehe man selber den dritten zur 1:0-Satzführung verwandelte. In dieser Phase agierten besonders der Außenangriff mit Hendrik Kliefoth und Evgenij Ziskins sowie Felix Glücklederer auf der Diagonalposition sehr abgeklärt.

In den Durchgängen zwei und drei gelang es den Gästen weiter, die Eigenfehlerquote zu senken und gleichzeitig besonders in der Annahme und im Angriff noch etwas zuzulegen. Angeführt von Kapitän Aleksandrs Ziskins, der besonders Mittelmann Markus Vogler öfter gekonnt in Szene setzte und auch selber in entscheidenden Situationen gut blockte, ließen die Elbestädter keine Zweifel mehr aufkommen, wer als Sieger die Halle verlassen würde. So erspielte man sich jeweils zur Mitte des Satzes einen komfortablen Vorsprung und brachte diesen sicher nach Hause.

"Gegen Prenzlauer Berg müssen wir am kommenden Wochenende aber insgesamt besonders im Block noch eine Schippe drauflegen", spricht der USC-Trainer Hendrik Oelze im Hinblick auf einen bedeutend stärkeren Gegner trotz aller aktuellen Freude aber noch einen steigerungsfähigen Bereich an, in dem es insgesamt noch nicht so lief.

USC: Glücklederer, Hagemeier, Hennig, Kliefoth, Mück, Vogler, A. Ziskins, E. Ziskins.