Stendal/Magdeburg (hm) l Nach zuletzt drei Siegen ohne Gegentor wurde der Höhenflug von Verbandsligist MSV 90 Preussen am Sonntag beim 1. FC Lok Stendal gestoppt. Die Daul-Schützlinge unterlagen in der Altmark vor 378 Zuschauern im Stendaler Hölzchen mit 0:1 (0:0). Der Franzose Diakho Ousmane erzielte in der 57. Minute das einzige Tor des Tages.

Die Preussen gingen gehandicapt in die Partie, mussten sie doch mit Steve Röhl (Gelbspere) sowie den verletzten Christopher Birke und Tobias Tietz drei ihrer spielgestaltetenden Kräfte ersetzen. Zu allem Überfluss verdrehte sich Nils Matheja nach nur acht Minuten das Knie, musste ausgewechselt werden.

"Diese Verluste konnten wir nicht kompensieren. Zudem war Lok heute einfach besser, hat verdient gewonnen", anerkannte Preussen-Trainer Alexander Daul neidlos nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichterin Melanie Göbel. Dabei hatten die Gäste durchaus ihre Möglichkeiten. So setzte sich Berger auf linksaußen durch, doch war seine Eingabe zu schwach. Ein Freistoß von Daniel Zoll zischte Mitte der zweiten Halbzeit nur knapp am Pfosten des Lok-Tores vorbei. Allerdings war das insgesamt zu wenig, besaßen die Gastgeber dagegen vier, fünf zwingende Möglichkeiten, bei denen sich Preussen-Keeper Steven Ebeling auszeichnete.

Um so ärgerlicher aus Preussen-Sicht dann die Entstehung des einzigen Tores. Nils Oliver Göres hatte sich links durchgespielt und Philip Glage in der Mitte mustergültig angespielt. Als dieser zum Torschuss ausholen wollte, wurde er von den Beinen geholt, doch blieb der von den Preussen erhoffte Elfmeterpfiff aus. Im Gegenzug standen die Elbestädter zu weit von ihren Gegenspielern entfernt. Der Ex-Magdeburger Martin Gebauer passte von der Grundlinie zurück. Den ersten Schuss konnte Ebeling noch abwehren, doch dann stocherte Ousmane den Ball im Nachsetzen aus fünf Metern über die Torlinie.

"Die Niederlage wirft uns nicht um", so Daul, der hofft, dass Birke und Tietz in dieser Woche wieder in das Training einsteigen können.