Dem FC Zukunft gelang die einzige Überraschung im Viertelfinale des Fußball-Stadtpokals. Der Stadtligist warf das Landesklasse-Team TuS 1860 Neustadt mit 2:1 aus dem Wettbewerb. In den restlichen Begegnungen setzten sich die Favoriten Germania Olvenstedt, MSV Börde II und BSV 79 durch.

FC Zukunft – TuS Neustadt 1:2

Der ambitionierte Tabellenvierte der Stadtliga spielte in der ersten Halbzeit auf Augenhöhe mit TuS. Den Unterschied machte letztlich Michel Dolke aus, der mit der einzig nennenswerten Chance den Führungstreffer für die Gäste erzielte (10. Minute).

Die Partie nahm erst mit dem Wiederanpfiff richtig Fahrt auf und wurde zu einem gutklassigen Pokalspiel. Der Underdog traute sich mehr zu und hatte gegen die nachlassenden Neustädter nun die besseren Szenen. Zunächst musste jedoch Jäger gegen Tino Beyer retten (53.). Auf der Gegenseite scheiterten Tobias Dammering und Martin Daenecke knapp (53.). Dann vergaßen Dolke (56.) sowie Oliver Busse (69.) den Sack für die Gäste zuzumachen.

Zukunft drückte weiter. Köpfte Andreas Herbst eine Dammering-Flanke noch knapp neben das Tor (72.), machten es die Lemsdorfer drei Minuten später besser. Nach einer Kombination über Herbst und Dennis Meier gelangte der Ball zu Gerrit Thiele, dem aus Nahdistanz der Ausgleich gelang (75.). Nun geriet der Favorit in Zugzwang, doch wiederum scheiterten Matthias Maschke (77.) und Dolke (82.) mit guten Gelegenheiten.

So hielt die Spannung bis in die Nachspielzeit, in der der eingewechselte Steven Hörske nach Ablage von Herbst mit dem Innenspann zum 2:1 in den Winkel traf und den FC Zukunft in das Pokal-Halbfinale schoss.

FC Zukunft: Jäger – Hoffmann, Otto, Walzak, Thiele, Daenecke (70. Hörske), Herz, Dammering, Bergholz, Herbst, Meier (76. Bogdan). TuS 1860: Ryll – Märtens, Berger, Böhme, Busse, Schaffranke (78. Meyer), Maschke, Fleischmann (61. Franke), Scholz, Dolke, Beyer (70. Behrens).

SSV Besiegdas – Germ. Olvenstedt 3:5

Knapp vor einer Überraschung stand der SSV Besiegdas. Mit 3:1 führte der Stadt-ligist bereits. Der höherklassigere Gast hatte im ersten Abschnitt alles unter Kontrolle, erst recht nach dem 0:1 durch Patrick Kohrmann (12.). Ein individueller Fehler in der Defensive brachte den Ausgleich durch Ronny Lux (21.). Nach dem Wiederbeginn der Paukenschlag, als Besiegdas innerhalb von wenigen Minuten zwei Schlafphasen der Olvenstedter zum 3:1 nutzte. Maik Schröter (47.) und erneut Lux (49.) waren erfolgreich. Zudem gab es einen weiteren Lux-Treffer, der wegen vermeintlicher Abseitsstellung nicht anerkannt wurde. Die Olvenstedter gaben sich nicht auf und kamen durch Tore von Mirko Schröter (61.) und Andy Bauerfeind (62.) zum 3:3-Ausgleich.

Germania profitierte in dieser Phase vom Offensivspiel der Platzherren. Die offenen Räume nutzte erneut Bauerfeind zum 3:4 (85.). Dann stellte Olvenstedts Torjäger Andreas Bode den 3:5-Endstand her (90.).

SSV Besiegdas: Moser – Werner, Römer, Kahl, Wernecke, Thiede (79. Amende), Jünemann, Naumann, Martin Hummelt (58. Bierstedt), Schröter, Lux. Olvenstedt: Unger – Gumpert (57. Bauerfeind), Frank, Müller, Zabel, Puchowka (57. Rosenberger), Gasch, Kohrmann, Schulze, Schröter (73. Hallbauer), Bode.

SV Pechau – MSV Börde II 2:4

Bereits nach einer halben Stunde führten die Gäste mit 3:0 und konnten es fortan ein wenig lockerer angehen lassen. Torsten Seeger (8.), Nils Matheja (18.) und erneut Seeger (31.) trafen. Doch nur eine Minute nach dem 0:3 gelang Kevin Grückler der Anschlusstreffer für den Underdog (32.).

Aber spätestens mit dem 1:4 durch Tom Lüddecke, der aus 30 Metern in den Winkel traf, war die Partie entschieden. Markus Stegmann verkürzte noch einmal zum 2:4-Endresultat durch einen direkt verwandelten Freistoß (82.).

SV Pechau: Ackermann – Hesse (Hegelet), Koch, Plenius, Hellmich, Judecke, Schwarz (Perplinski), Reinke (Kurz), Hübker, Grückler, Stegmann. MSV Börde II: Prief – Junge, Scharge, Nord, Lüddecke, Matheja (Sommer), Seeger, Hesse (Weigt), Zerfass, Hartmann (Kalninsch), Stellmacher.

VfB Ottersleben II – BSV 79 0:4

Zumindest eine Halbzeit schien für den Stadtligisten VfB Ottersleben II eine Überraschung möglich. Doch hatte man die Rechnung ohne Torsten Schwabe gemacht, der seinen BSV 79 mit einem Hattrick in der zweiten Halbzeit in das Halbfinale brachte. Den Treffer zum 0:4-Endstand für das Landesklasse-Schlusslicht setzte David Hennig.

Die VfB-Reserve spielte eine gute erste Halbzeit, in der ein Klassenunterschied nicht erkennbar war. Die Partie spielte sich jedoch weitestgehend zwischen den Strafräumen ab. So hielten sich die Hoffnungen der Ottersleber bis zur 51. Minute, ehe Schwabe den ersten Fehler des Gastgebers zum 0:1 nutzte.

VfB Ottersleben II: Kowalewski – Schleusner, Nitschke, Rübner (81. Marquardt), Stäbner, Meyer, Müller, Cassebaum, Arndt (46. Ma. Wilhelm), Walter. BSV 79: Freitag – Gruschinski, Müller, Behrens, Nimtz, Neumann (59. Hoheisel), Hennig, Schult, Splittgarb, Schwabe (72. Papajewski), Berger.