Altstadt l Am Wochenende richtete sich die Aufmerksamkeit der deutschen Schachszene auf Magdeburg. Im Maritimhotel wurde die Endrunde des Mannschaftspokals ausgetragen. Am Ende konnte Serienmeister OSG Baden-Baden durch einen Sieg im Finale über Porz das Double holen. Gastgeber Aufbau Elbe sicherte sich gegen Löberitz den dritten Rang.

Am Sonnabend ergab die Auslosung der Halbfinals, dass die beiden großen Favoriten gegen die Außenseiter antreten mussten. Die beiden Begegnungen von Baden-Baden gegen Löberitz sowie Porz gegen Aufbau Elbe Magdeburg endeten dann auch standesgemäß jeweils mit 4:0. Auf der einen Seite saßen die Spitzenspieler Sachsen-Anhalts, auf der anderen Weltklassespieler wie die Deutsche Nummer eins, Arkadij Naiditsch (OSG Baden-Baden), oder der ehemalige Vizeweltmeister Jan Timman (SG Porz).

Damit kam es zum Finale zwischen Baden-Baden und Porz. An den ersten beiden Brettern gelang den Badenern Naiditsch und Nisipeanu ein entscheidender Doppelschlag gegen die holländische Doppelspitze der Porzer, Timman und van Wely. An den übrigen Brettern einigten sich die Kontrahenten auf Remis, so dass der OSG Baden-Baden ein 3:1-Sieg gelang. Der amtierende Deutsche Meister konnte somit auch den Pokaltitel zurückgewinnen, den Porz sich im vergangenen Jahr gesichert hatte.

Zeitgleich fand am Sonntag zwischen Aufbau Elbe und Löberitz das Duell der beiden Oberligisten um den dritten Pokalrang statt. Am Spitzenbrett entstand zwischen Martin Schuster (Löberitz) und Gordon Andre eine strategisch komplizierte Stellung. Schließlich gewann der Elbestädter entscheidendes Material, so dass er aufgrund seiner guten Technik den Sieg einfuhr. Mannschaftskollegin Maria Schöne erarbeitete sich gegen Reyk Schäfer eine gute Stellung und gewann ebenfalls Material. Doch der Löberitzer startete seinerseits einen Matt-angriff. Diesen konnte Schöne nur soweit abwehren, dass Schäfer Dauerschach gab, was letztendlich die Punkteteilung bedeutete.

Am zweiten Brett wiederholte Aufbau Elbes Wertzahlbester Jevgeny Degtiarev gegen Holger Pröhl in besserer Stellung dreimal die Züge. Dieses Remis genügte den Magdeburgern zum dritten Rang, da nun auch die Niederlage von Johannes Paul gegen Norman Schütze verkraftet werden konnte.

Durch die bessere Berliner Wertung beim 2:2-Gesamtergebnis behielt Gastgeber Aufbau Elbe im Kampf um Platz drei letztlich die Oberhand und errang den größten Mannschaftserfolg der Vereinsgeschichte.