Nur ein Spiel der Landesklasse, Staffel 2, findet am heutigen vorletzten Spieltag um 15 Uhr in Magdeburg statt: Das Derby zwischen Roter Stern Sudenburg und dem SSV Besiegdas.

Magdeburg l Dieses Stadtderby am 29. und vorletzten Spieltag ist für die Sterne theoretisch die letzte Möglichkeit, den Abstieg noch zu vermeiden. Bei zwei verbleibenden Spielen müsste Roter Stern dafür aber nicht nur zweimal gewinnen und Gommern null Punkte holen, auch das deutlich bessere Torverhältnis von Gommern (-26) müssten die Sterne (-51) noch aufholen. Diese Aufgabe scheint unmöglich, der Abstieg aus der Staffel steht praktisch schon vor der heutigen Partie fest.

Dennoch geht Sterne-Trainer Bodo Thiele optimistisch in die Partie und fordert einen versöhnlichen Saisonabschluss: "Wir wissen, die Birne ist geschält. Wir wollen uns aber vernünftig präsentieren und im Derby Charakter zeigen." Den Sternen stehen dabei Oliver Seidel, Andreas Krzysko und der immer noch verletzte Andreas Gerlach nicht zur Verfügung.

Für die Gäste vom SSV Besiegdas geht es heute um andere Tabellenregionen: Die Ostelbier sind nach wie vor im Rennen um den dritten Tabellenplatz, haben aber aktuell auf Rang fünf stehend die schlechteste Ausgangsituation. SSV-Trainer Sven Machill fordert deshalb: "Wir wollen nach der enttäuschenden Niederlage aus der Vorwoche die drei Punkte holen." Bei Besiegdas fehlt nach wie vor der verletzte Mike Schröter. Kapitän Matthias Kahl, der im Hinspiel in der 90. Minute zum 1:0 traf, kehrt dafür in die Mannschaft zurück.

TuS 1860 Magdeburg behauptet weiterhin Platz drei und hat die besten Chancen, das erfolgreichste Magdeburger Team der Staffel zu werden. Bei drei Punkten Vorsprung auf Germania Olvenstedt und Besiegdas und einer deutlich besseren Tordifferenz reicht den Neustädtern an diesem Wochenende ein Sieg, um Platz drei endgültig zu sichern. Die TuS-Kicker haben es auswärts mit der sechstplatzierten SG Blau-Weiß Niegripp zu tun.

Germania Olvenstedt, das auch auswärts antreten muss, hat mit Schlusslicht SV Traktor Tucheim den vermeintlich leichteren Gegner. Die Olvenstedter wollen in Tucheim die bittere Derbyniederlage vom vergangenen Sonnabend gegen Arminia vergessen machen. Die drei angepeilten Punkte könnte Germania auch in Hinblick auf Platz drei gut gebrauchen.

Arminia will nach dem Vorwochen-Erfolg in Olvenstedt nun natürlich nachlegen. Der Tabellenzehnte hat wie schon in der Vorwoche kein Heimrecht und tritt diesmal beim SV Kali Wolmirstedt an. Die Gastgeber brauchen die Punkte aber dringend, um einen möglichen Abstieg noch zu vermeiden.

Im Duell des Achten gegen den Neunten geht es um nichts mehr: sowohl Vorfläming Nedlitz als auch die Zweite des SV Fortuna stehen im gesicherten Mittelfeld und können am vorletzten Spieltag befreit aufspielen.

Auch der FC Zukunft hat den Klassenerhalt so gut wie gesichert. Bei zwei verbleibenden Spielen müsste man schon zweimal ausrutschen. Ein Punkt bei Eintracht Gommern am 29. Spieltag würde den Lemsdorfern schon für den endgültigen Ligaverbleib reichen.