Für die männliche Handball-Landesauswahl des Jahrgangs 1994 und jünger stand am vergangenen Wochenende der Höhepunkt der bisherigen Auswahltätigkeit auf dem Programm. Bei der Länderpokalvorrunde im thüringischen Bad Blankenburg kämpften die Teams aus Berlin, Südbaden, Sachsen-Anhalt sowie des Gastgebers im Turniermodus "Jeder gegen jeden" um den Sieg und das damit verbundene Ticket für die Endrunde. Am Ende konnte sich die Auswahl des HV Berlin ungeschlagen durchsetzen und verwies Sachsen-Anhalt, Südbaden sowie Thüringen auf die weiteren Plätze.

Magdeburg. Den Auftakt in dieser hochkarätig besetzten Vorrunde machten zunächst die Teams aus Südbaden und Sachsen-Anhalt. Nachdem sich HVSA-Jungs zuvor bereits drei Tage intensiv auf dieses Ereignis vorbereitet haben, war die Anspannung vor dem ersten wichtigen Spiel immens. Dennoch schafften es die Schützlinge um Landestrainer Christian Pöhler von Beginn an zu überzeugen, so dass man den Altersgefährten aus Südbaden schnell den Schneid abkaufen konnte.

Neben einer starken Deckung mit einem glänzend parierenden Felix Hendrich im Tor war es vor allem die absolut effiziente Chancenverwertung, die den Gegner förmlich zur Verzweiflung brachte. Eine sichere 14:9-Halbzeitführung konnten am Ende sogar noch zu einem deutlichen 34:20-Erfolg ausgebaut werden.

Diesen Schwung wollten die Pöhler-Schützlinge auch ins zweite Spiel des Tages nehmen. Mit dem HV Berlin stand nicht nur der schwerste Gegner der Vorrunde auf dem Programm, sondern auch der zweite Favorit um den Endrundeneinzug. Dem Sieger der Partie winkte bereits die Vorentscheidung, da die Berliner ihr erstes Spiel mit 34:23 gegen Thüringen gewinnen konnten. So entwickelte sich von Beginn an eine Partie auf Augenhöhe, in der die HVSA-Jungs allerdings leichte Vorteile hatte.

Über den Zwischenstand 6:6 (12.) konnten sich die Sachsen-Anhalter bis zur 19. Minute auf 13:9 absetzen. In den verbleibenden sechs Minuten der ersten Halbzeit ließ man etwas die Konzentration im Abschluss vermissen, so dass Berlin bis zur Pause auf 15:17 verkürzen konnte.

Nach dem Seitenwechsel waren sich beide Teams über weite Strecken des Spiels sehr ebenbürtig, so dass auch der Spielstand nach 40 Minuten beim 24:24 entsprechend ausgeglichen war. In den letzten zehn Minuten schlichen sich beim HVSA-Team jedoch zunehmend Nachlässigkeiten ein, die Berlin wiederum für sich zu nutzen wusste.

Zwar steckten die Talente aus Sachsen-Anhalt bis zum Ende nicht auf, doch erwiesen sich die Berliner am Ende etwas glücklicher und konnte die Partie mit 30:28 für sich entscheiden.

Durch einen 25:20-Erfolg gegen Südbaden sicherten sich die Berliner endgültig die Endrunden-Teilnahme. Trotz der herben Enttäuschung wollten sich die HVSA-Jungs im letzten Spiel gegen Thüringen noch einmal würdig präsentieren und sich so mit einem guten Eindruck aus ihrer Landesauswahlzeit verabschieden.

Dies gelang den jungen Talenten in einer einseitigen Partie auch über weitere Strecken, wobei alle Spieler auch ihre entsprechende Einsatzzeit bekamen. Trotz einer äußerst nachlässigen Chancenverwertung stand am Ende ein überaus deutlicher 41:13 Erfolg zu Buche, der zumindest etwas über das vorzeitige Ausscheiden aus dem Länderpokal hinweg trösten konnte.

HVSA-Auswahl: Felix Hendrich, Moritz Stemmler – Thees Glabisch 16 Tore, Paul Tiede 21, Nicholas Stiebler 6, Vincent Sohmann 6, Tim Ackermann 8, Lennart Koch 12, Maximilian Wasielewski , Alexander Saul 14, Gordon Gräfe 10, Maurice Wilke 4 (alle SC Magdeburg), Gordon Kaffenberger, Sören Lange (beide SG Eintracht Glinde).