Dem MSV 90 Preussen genügte im letzten Verbandsligaspiel der Saison gegen Vizemeister TV Askania Bernburg ein 2:2 zum Erreichen des dritten Tabellenplatzes.

Sudenburg l Klaus-Peter Fischer, Spielausschussvorsitzender des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt (FSA), hatte den richtigen Riecher, als er neben den Silbermedaillen für Vizemeister Bernburg auch die bronzenen Plaketten für den Meisterschaftsdritten MSV 90 Preussen mit im Gepäck hatte und nach Spielschluss nebst Urkunde überreichte. So blieb für FSA-Präsident Erwin Bugar und Verbandsliga-Staffelleiter Frank Nicolai im Stendaler Hölzchen "nur" die Ehrung von Landesmeister BSV Ammendorf, während Gastgeber Lok Stendal nach der 2:3-Niederlage gegen die Hallenser Edelmetall verpasste.

Die Preussen-Bank war während der Partie aktuell über die Zwischenstände in der Altmark informiert, so dass Trainer Alexander Daul bereits zehn Minuten vor Schluss anordnete: "Sicher spielen, das 2:2 halten." Dabei klang das wenige Minuten zuvor, als die Stendaler Lok im Kampf um Platz drei führte, noch ganz anders: "Los, alle an einem Strang, wir kriegen unsere Chance noch."

Philipp Glage, der den Kampf um die Torjägerwertung gegen Matthias Härtl letztlich um ein Tor 23:24 verlor, hatte die Preussen in einem trotz der Hitze sehr ansehnlichen Spiel Mitte der ersten Halbzeit mit 1:0 in Führung gebracht (25.). Tobias Tietz hatte dabei uneigennützig für den Torjäger aufgelegt. Während von den Gästen im ersten Abschnitt wenig zu sehen war, ließ Röhl eine Riesenchance zum 2:0 aus (40.).

Mit dem Pausenpfiff führte ein Handelfmeter zum 1:1. Härtl ließ sich die Chance nicht entgehen (45.). Als Glage nach schöner Vorarbeit von Röhl zum 2:1 einschob (53.), schien den Preussen der Dreier und Rang drei sicher. Während Ebeling einen Härtl-Kopfball unkonventionell mit dem Knie abwehrte (55.), traf Glage auf der Gegenseite nach feiner Göres-Flanke den Ball bei seinem Flugkopfball nicht richtig (57.), stand bei einem Schuss von Tietz das Aluminium im Wege.

Dann folgten innerhalb von vier Minuten zwei Tiefschläge für die anrennenden Preussen. Zunächst sah Röhl nach einem Wortgefecht mit Schiri Dirk Simon innerhalb von zehn Sekunden erst Gelb, dann Gelb-Rot (61.), dann erzielte Jan Bauer aus abseitsverdächtiger Position knochenfrei das 2:2 (65.). Die Gastgeber sahen sich für kurze Zeit um den Lohn ihrer Mühen gebracht, zumal Askania jetzt nach vorn mehr investierte.

Doch dann kam besagte Kunde vom Stendaler Hölzchen und die Preussen brachten das Platz drei bringende Remis über die Runden. Daul: "Jetzt gibt es noch eine Woche Fußballtennis, dann ist Pause."