Das zweite Mal nach der Wende besuchte eine Schülerauswahl des Landes-Kanuverbandes Sachsen-Anhalt sowie die besten Schüler und Jugendlichen der SCM-Kanuten ihren Partnerverein Zawisha Bydgoszcz.

Magdeburg l Nachdem eine kleine Gruppe polnischer Sportler in der Vergangenheit in Magdeburg war, wurden mit diesem Rückbesuch alte partnerschaftliche Traditionen weiter wiederbelebt.

31 Sportler und sechs Betreuer durften für eine Woche im neuen, mit dem Architekturpreis ausgezeichneten und mit inneliegendem hotelartigem Bettenbetrieb versehenen Bootshaus, Quartier beziehen. Das Bootshaus, die naheliegende Altstadt mit ihren vielen von Wasser durchzogenen Kanälen, das schöne Wetter und die Rundumbetreuung der polnischen Sportfreunde lösten bei allen Beteiligten eine sehr positive Stimmung aus.

In diesem Jahr hatten die polnischen Verantwortlichen für die Trainingslagerwoche als Höhepunkt einen Vergleichswettkampf - nicht wie eher üblich in Rennbooten, sondern diesmal mit Drachenbooten - mit den Sportlern von Zawisha, Kopernik und Astoria Bydgoszcz organisiert. Die Sprintveranstaltung fand im Hafenbecken direkt vor dem Bootshaus, vor der Kulisse der Altstadt und der Neuen Oper statt.

Jeweils zehn Sportler plus ein Trommler und ein Steuermann bildeten ein Team. In vier Kategorien wurde gegeneinander gefahren, weiblich, männlich, mix (5 x w, 5 x m) und sechs deutsche Trainerkollegen gegen sechs polnische Kollegen. Zwei Siegläufe waren notwendig, um eine Kategorie zu gewinnen.

Bei wechselnden Siegern und unentschiedenen Zieleinläufen waren zum Teil vier Läufe notwendig um den Sieger in einer Kategorie zu ermitteln. Jeder Sieger einer Kategorie wurde in aufeinanderfolgenden Läufen ohne größere Pause ermittelt. Deshalb war nicht nur Schnelligkeit, sondern auch Stehvermögen gefordert und da kamen nicht nur die Trainer aus der Puste. Auch die Sportler waren voll gefordert.

Am Ende trennten sich polnische und deutsche Athleten und Trainer leistungsgerecht zwei zu zwei. Es gab für alle Pokale, Medaillen und für die Trainer noch einen Gerstensaft. Mit einem Grillfest klang der sportliche Nachmittag harmonisch aus.

Die wettkampf- und trainingsintensive Woche wurde durch kleinere Ausflüge in die naheliegende und von vielen Kanälen und Flüsschen durchzogene Innenstadt aufgelockert. Auch hier hatten die Sportler Gelegenheit, Stadt, Land und Leute etwas näher kennenzulernen.

Die Woche sollte für alle Beteiligten sehr motivierend und inspirierend für die kommenden anstehenden Aufgaben wie die Regionalmeisterschaften Ost als gleichzeitige Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft sowie die darauffolgenden Landesmeisterschaften auf den Mittelstrecken gewesen sein.