Zum Abschluss der Saison wartet heute noch einmal ein Fußball-Leckerbissen auf die Fans in der Elbestadt. Im Finale des Sporthaus-Sudenburg-Stadtpokales stehen sich mit den beiden Landesklasse-Vertretern TuS 1860 Magdeburg und Germania Olvenstedt zwei alte Bekannte gegenüber.

Neue Neustadt l Die Neustädter gehen mit einem Heimvorteil in das Finalspiel. Ab 15 Uhr rollt der Ball auf dem Sportplatz an der Zielitzer Straße. "In der Mannschaft herrscht eine positive Angespanntheit. Die Jungs sind heiß, den Pokal zu holen. Mit einer couragierten Leistung sollte uns dies auch gelingen. Allerdings müssen wir uns cleverer anstellen als zuletzt", blickt TuS-Coach Tino Beyer vorraus.

In der Liga haben die Neustädter beide Saisonspiele verloren. In der Hinrunde siegten die Olvenstedter auswärts mit 4:1, das Rückspiel gewannen die Mannen von Trainer Maik Hermann mit 4:2. "Wir haben zweimal keine so schlechten Spiele gemacht, allerdings war Germania deutlich effektiver. Wenn du zu Hause spielst, willst du das Ding natürlich auch holen. Das letzte Mal ist uns dies Mitte der 90er Jahre geglückt, da habe ich selber noch gespielt", so Beyer, der insgesamt ein Spiel auf Augenhöhe erwartet.

Ähnlich sieht dies Maik Hermann: "Es wird eine schwierige Aufgabe und mit Sicherheit ein intensives und interessantes Spiel. Im Endeffekt entscheiden Kleinigkeiten und das Quäntchen Glück." Die Olvenstedter könnten in der Fußball-Historie der Stadt Magdeburg etwas einmaliges schaffen. Sie sind nicht nur Pokalverteidiger, sondern haben den Pott sogar dreimal in Serie gewonnen. Ein vierter Titel in Folge ist noch keiner Mannschaft aus der Elbestadt zuvor gelungen. Lediglich der MSV Börde konnte die Trophäe ebenfalls dreimal hintereinander gewinnen. "Es spricht für uns, das wir deutlich mehr Erfahrung mit Endspielen haben. Allerdings darf man nicht vergessen, dass TuS zu Hause spielt. Wir freuen uns auf das Finale und sind stolz, dass wir das viermal in Folge geschafft haben", sagt der Germania-Trainer.

Beide Mannschaften können personell fast aus dem Vollen schöpfen. Bis auf den gelbgesperrten Olvenstedter Kapitän Sebastian Gasch hat Maik Hermann alle Feldspieler an Bord. Ebenfalls gesperrt ist Torhüter Maik Wende. Für ihn rückt Routinier Matthias Voigt zwischen die Pfosten. Bei TuS sind drei Stammspieler angeschlagen, ob sie spielen können, wollte Beyer nach dem Abschlusstraining am Freitagabend entscheiden.

Kamen im vergangenen Jahr stolze 500 Zuschauer zum Pokalendspiel, so rechnet der Neustädter Trainer mindestens mit einer ähnlichen Kulisse. "Wir haben eine gute Saison gespielt. Man kann davon ausgehen, dass bei bestem Fußballwetter die Unterstützung unserer Fans groß sein wird", freut sich Beyer auf einen packenden Pokalfight.