Zur ersten Auswärtspartie im neuen Jahr reisen die Zweitliga-Handballerinnen des HSC 2000 Magdeburg heute zum Tabellendritten TSG Wismar. Nachdem sich die Vertretung aus Sachsen-Anhalt am vergangenen Wochenende dem Tabellennachbarn Füchse Berlin geschlagen geben musste, sind die Subocz-Schützlinge nun in Wismar fast schon zum Siegen verdammt.

Magdeburg. Es ist mal wieder fünf vor zwölf bei den Bundesligadamen des HSC 2000, die derzeit fünf Punkte vom anvisierten siebten Tabellenplatz trennt. Aufholbar ist dieser Abstand bis zum Saisonende allemal, nur setzt dies voraus, dass die Schützlinge um Bandits-Trainer Grzegorz Subocz auch selber punkten. Die nächste Möglichkeit dazu bietet sich den Elbestädterinnen heute ab 16 Uhr bei der TSG Wismar.

Ein Blick auf die Tabelle verrät jedoch, dass die Gäste aus Magdeburg ganz sicher nicht als Favorit auflaufen werden. Nicht nur, dass die Verhältnisse beim Aufeinandertreffen des Tabellendritten gegen den Zehnten recht deutlich geklärt sind, auch die letzten Vergleiche fallen allesamt zu Gunsten der Mecklenburger aus.

Dennoch blickt man auf Magdeburger Seite optimistisch auf die Partie und hofft auf eine Kehrtwendung der zuletzt anhaltenden Negativserie. Mit Silke Schache konnten die Verantwortlichen des HSC 2000 zudem vor dem wichtigen Gastspiel noch eine weitere, erfahrene Torhüterin an die Elbe holen, die den Bandits im Kampf um Platz sieben ganz sicher weiter helfen wird.

Doch neben Defiziten in der Abwehrreihe war es in erster Linie die Angriffsleistung, die den Elbestädterinnen in den letzten Spielen zu schaffen machte. Zwar zeigte sich vor allem Jugend-Nationalspielerin Anne Hubinger zuletzt in Torlaune, doch blieben ihre Nebenleute zunehmend blass, so dass die 16-Jährige zumeist Alleinunterhalterin im Angriff war. Um hier Entlastung zu schaffen, sind bei den Bandits einfachen Tore aus dem Gegenstoß oder nach der schnellen Mitte gefragt. Beides war zuletzt ebenso Mangelware und dürfte somit auch ein Hauptgrund für die desolate Angriffsleistung sein. Das Hauptaugenmerk liegt gegen Wismar neben einem verbesserten Positionsangriff also vor allem in den einfachen Toren, um so die Hanseatinnen möglichst mit Tempospiel zu knacken.

Um selbst in der Defensive nicht ins Hintertreffen zu geraten, müssen die Subocz-Schützlinge in erster Linie ein Auge auf Liudmilla Yermachek werfen. Die erfahrende Rückraumspielerin glänzt nicht nur als exzellente Vollstreckerin, sondern weiß auch ihre Nebenleute gekonnt in Szene zu setzen, so dass von ihr ständig Gefahr ausgeht. Vor allem das Zusammenspiel mit dem Kreis funktioniert bei den Mecklenburgern besonders gut, so dass die Magdeburger Defensive auch hier vor eine echte Aufgabe gestellt wird.

Sollte den Elbestädterinnen eine passende Lösung dazu einfallen, so kann man eventuell auch an ein Erfolgserlebnis in der mit annähernd 1 000 Zuschauern stets gut gefüllten Wismarer Sporthalle denken. Notwendig für das Erreichen des siebten Tabellenplatz wäre es allemal.