Berlin/Magdeburg l Der Schwimm-Nachwuchs des SC Magdeburg hat bei den deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin seinen zweiten Titel geholt und die Zwischenbilanz damit auf zwei Gold-, zwei Silber- und acht Bronzemedaillen aufgestockt.

Zwei Tage nach dem Sieg von Laura Kelsch (Jahrgang 1999) über 50 Meter Brust zog am Donnerstag Paul Gärtner (2000) über 200 Meter Lagen nach: In 2:14,47 Minuten sicherte er sich nicht nur den Titel, sondern verbesserte auch seinen bisherigen Rekord um fast zwei Sekunden. "Das hat mich überrascht, das habe ich nicht erwartet, und damit war mein Frust verflogen", sagte seine Trainerin Dagmar Hase – genau in dieser Reihenfolge.

Paul, 14 Jahre, sollte eigentlich über 200 Meter Schmetterling ein zweites Finale bestreiten, aber aus dem war er bereits im Vorlauf "klassisch rausgeschwommen mit Rang elf", berichtete Hase. Nach dieser (kleinen) Enttäuschung "war der Jubel über den Lagen-Titel natürlich umso größer, er hatte im Wasser alles sehr gut umgesetzt". Manchmal, sagte Hase, "weiß Pauls Kopf noch nicht, was sein Körper kann". Vielleicht wird sich das nach seinem ersten Meistertitel nun ändern.

Edelmetall holten außerdem Laura Kelsch und Ludwig Teßmar. Die 14-jährige Kelsch gewann über 50 Meter Rücken in neuer Bestzeit (30,33 Sekunden) Bronze. Dabei verpasste sie den Sprung auf das oberste Podest nur äußerst knapp: Lediglich sieben Hundertstelsekunden trennten die Siegerin Anuschka Cox (Wasserfreunde Spandau) und die Viertplatzerte in dem Jahrgangsfinale (1999) voneinander. Im Endlauf der besten Juniorinnen belegte Laura Kelsch den sechsten Rang (30,45 sec.)

Ludwig Teßmar (1999) belegte indes über 100 Meter Brust den dritten Platz. Seinen Rekord über diese Distanz hatte er bereits im Vorlauf aufgestellt: 1:06,84 Minuten.

Eine neue persönliche Bestleistung blieb derweil Paul Nitschke verwehrt, bis zum Mittwochabend hatte SCM-Trainer Thomas Ackenhausen noch überlegt, Nitschke überhaupt ins Becken des Europa-Sportparks zu schicken. Sein Schützling war zwei Wochen vor den Meisterschaften erkrankt, musste Antibiotika schlucken. "Das ist für ihn traurig, weil er in einer wirklich guten Form war und sehr gut trainiert hatte", erklärte Dagmar Hase. Nitschke (1998) erreichte letztlich Rang sechs über 200 Meter Schmetterling.

Sehr gute Leistungen konnte Hase außerdem zwei Mädchen bescheinigen: Emily Feldvoss (2001) schwamm auf Rang vier über 800 Meter Freistil und verbesserte ihre Bestzeit um sechs Sekunden auf 9:29,02 Minuten. Michelle Strauch (2000) blieb im Vorlauf über 200 Meter Schmetterling erstmals unter 2:30 Minuten (2:29,23) und belegte im A-Finale letztlich den zehnten Rang.

So schnell wie nie schwammen zudem Marcel Kühn (5./Jg. 2000) und Marius Zobel (5./Jg. 1999) über 200 Meter Schmetterling. Sie verbesserten ihre persönlichen Rekorde dabei jeweils um sechs Sekunden. "Das waren richtige starke Leistungen von beiden", betonte die Trainerin.

Finalergebnisse:
Mädchen, 1500 m Freistil (Juniorinnen): 4. Lena Bermel 17:24,89 min.; 800 m Freistil (Jg. 2001): Emily Charlotte Feldvoss 9:29,02 min (Bestzeit) – 50 m Rücken (1999): 3. Laura Kelsch 30,33 sec. (Bestzeit) – 200 m Brust (JEM-Finale): 5. Daria Berestov 2:36,02 – 200 m Schmetterling (2000): 10. Michelle Strauch 2:29,64 min (Vorlauf: 2:29,23/Bestzeit) – 100 m Brust: 7. Emiliy Charlotte Feldvoss 1:17,51 min (Bestzeit)

Jungen, 50 m Brust (1996): 8. Henrik Dahrendorff 30,71 sec. – 200 m Lagen: 1. Paul Gärtner 2:14,47 (Bestzeit) und (1999) 6. Ludwig Teßmar 2:13,84 (Bestzeit) – 200 m Schmetterling (2000): 5: Marcel Kühn 2:17,92 (Bestzeit) sowie (1999) 5. Marius Zobel 2:10,67 (Bestzeit) und (1998) 6. Paul Nitschke 2:06,73 min – 100 m Brust (1999): 3. Ludwig Teßmar 1:17,15 min (Vorlauf: 1:06,84/Bestzeit) – 100 m Freistil (Junioren): 5. Poul Zellmann 51,30 sec. (Bestzeit)