Viel Spannung lag lange Zeit über dem sportlichen Geschehen in der Fußball-Verbandsliga Sachsen-Anhalts, der höchsten Spielklasse unseres Bundeslandes. Letztlich holte sich verdientermaßen der BSV Ammendorf aus Halle die Meisterschaft.

Magdeburg l Auf den Medaillenplätzen folgten der TV Askania aus Bernburg sowie der MSV 90 Preussen aus dem Magdeburger Germerstadion. Allerdings verzichtete der Sachsen-Anhalt-Meister zum zweiten Mal in Folge auf den Aufstieg in die Oberliga. So wird Vizemeister Bernburg den Platz der Ammendorfer in der Oberliga einnehmen.

Schlusslicht Völpke bleibt für Club-Zweite drin

Abgestiegen war eigentlich der TSV Völpke. Doch da der 1. FC Magdeburg seine zweite Mannschaft wieder einmal zurückzog, die Clubzweite spielt in der kommenden Saison nur noch in der Stadtoberliga, stellten die Völpker den Antrag auf Ligaverbleib. Dem wurde stattgegeben, so dass Völpke auch im kommenden Spieljahr in der Verbandsliga verbleibt.

Letztlich hatte der neue Meister BSV Ammendorf fünf bzw. neun Punkte Vorsprung auf die Verfolger Bernburg und Preussen Magdeburg. Zwar schien die Spannung beim BSV etwas raus zu sein, als der Verein den Aufstiegsverzicht bekannt gab. Doch wusste sich die Mannschaft zu straffen, um wenigstens die Meisterschaft einzufahren. Gleiches gelang ja dem Haldensleber SC 2012/13.

Die Ammendorfer fuhren 18 Siege ein, so viel wie keine andere Mannschaft in der Liga, spielten zweimal Remis und verloren sechs Begegnungen. Die meisten Unentschieden landeten Titelverteidiger Haldensleben und der VfB IMO Merseburg, die beide acht ihrer 26 Spiele Remis kickten.

Während Bernburg mit fünf Niederlagen die wenigsten Pleiten im Saisonverlauf einstecken musste, verließen die TSV-Kicker aus Völpke nach 22 Spielen den Platz als Verlierer. Völpke gewann nur zu Hause gegen Schönebeck (2:0) und in Wolfen gegen Bitterfeld-Wolfen (3:2), spielte Remis zu Hause gegen Oschersleben (0:0) und in Arnstedt (1:1).

Titelverteidiger überrascht nach Aderlass

Apropos Haldensleben. Dem Titelverteidiger wurde nach dem Weggang zahlreicher Spieler und des gesamten Trainer- und Betreuerstabes eine sehr schwere Saison vorausgesagt. Doch der Verein bündelte alle Kräfte, holte mit dem umstrittenen Trainer Roland Zahn einen "Feuerwehrmann", der die Aufgabe "Klassenerhalt" zur vollsten Zufriedenheit erfüllte.

Noch nach der Hinrunde lag die zweite Mannschaft des 1. FC Magdeburg mit nur vier Punkten Rückstand auf Ammendorf auf Rang zwei der Tabelle. Doch die Unruhe um den weiteren Umgang mit dem Status der Mannschaft ging an dieser nicht spurlos vorbei. Als dann schließlich feststand, dass der Verein den Platz in der Verbandsliga zum zweiten Mal kampflos räumen würde, waren viele Spieler nicht mehr mit ihren Gedanken bei der Sache. So folgte noch der Absturz auf den sechsten Rang.

Bereits zur Saison 2001/02 zog der FCM seine zweite Mannschaft auf Grund des damaligen Insolvenzantrages zurück. Erst 2006/07 gelang dann die Rückkehr von der Stadtliga über die Landesklasse und Landesliga in die Verbandsliga.

Statt Abstiegskampf um Medaillen gespielt

Neben den beiden Aufsteigern Bitterfeld-Wolfen und Schönebeck zählten auch die Magdeburger Preussen zu den Überraschungsmannschaften der Saison, die statt um den Klassenerhalt erfolgreich um die Medaillen spielten.-

   

Bilder