Am letzten Spieltag der Mitteldeutschen Hockey-Oberliga unterlag Aufsteiger Magdeburger SV Börde dem bereits feststehenden neuen Meister SV Motor Meerane auf eigenem Platz mit 1:4 (0:1) Toren, büßte dadurch noch Rang vier ein.

Stadtfeld l Trotz dieser Niederlage gegen den Regionalliga-Aufsteiger schlugen sich die Stadtfelder, welche auf ihren Kapitän Martin Hörning und Abwehrspieler Jakob Gepp verzichten mussten, recht achtbar.

Nach einem wechselvollen, teils auch zerfahrenem Beginn, übernahm der Gastgeber zunächst den Offensivpart. Meerane verlegte sich dagegen auf ein gut sortiertes und schnelles Konterspiel.

So musste sich Jan Hoffmeister im Börde-Tor bereits nach fünf Minuten in einem 1:1-Spiel früh beweisen. Doch auch der Gastgeber hatte durch Joscha Vonderlin, der frei vor dem Meeraner Tor mit einem Schlenzball scheiterte (10.), ihre Möglichkeit.

In der Folge standen beide Abwehrreihen recht sicher, so dass verheißungsvolle Tormöglichkeiten Mangelware blieben. Letztlich verursachte eine verunglückte Abwehraktion mit Schlägerfoul von Erik Becker einen Siebenmeterpfiff des niedersächsischen Schiedsrichters, den Meerane kurz vor der Pause zur 1:0-Halbzeitführung (35.) nutzte.

Im zweiten Spielabschnitt investierten die Platzherren mehr, hatten mit Stephan Zeilinga neben Markus Schmezko, dem pfeilschnellen Arne Keim und Vonderlin den engagiertesten Börde-Antreiber. Dennoch, die weiteren Tore machte zunächst der neue Meister, der abgeklärter und ruhiger seine Tormöglichkeiten nutzte. Zunächst langte Motor eiskalt zum 2:0 zu (41.), als die Börde-Abwehr einen halbhohen Ball im Schusskreis nicht richtig unter Kontrolle bekam.

Wenig später, nachdem zuvor Dennis Jurack eine gute Einschussmöglichkeit vergab, folgte im Gegenzug nach einer Strafecke die Spielentscheidung zum 0:3 (50.).

Die Moral der Magdeburger war aber dennoch ungebrochen. Mit einigen Strafecken von Zeilinga sowie Möglichkeiten von Albrecht Lührs, Martin Würkner und Vonderlin stand der Gastgeber mehrfach kurz vor dem Anschlusstreffer. Dieser gelang dann aus einem Gewühl vor dem Gästegehäuse, als Vonderlin den Ball zum 1:3 über die Linie beförderte (65.).

Mit einem schnell ausgeführten Konterzug machten die Gäste aus dem Landkreis Zwickau dann aber endgültig mit dem 1:4 (67.) den Deckel auf ihren Auswärtssieg drauf.

Für den Gastgeber war es nach einer insgesamt guten Aufsteiger-Saison sicher kein Beinbruch, wenn auch des großen Engagements und der guten Einstellung durchaus mehr möglich gewesen wäre.

MSV Börde: Hoffmeier - Ahrens, Baran, Becker, Bernutz, Gepp, Jurack, Keim, Lührs, Schmezko, Schreiber, Uebe, Vonderlin, Würkner, Zeilinga