Magdeburg. In Cottbus war bei der 79:92 (40:58)-Niederlage der Febro Eagles in der Basketball-Regionalliga Nord der Herren beim Dritten mehr drin. Obwohl ohne Derrick Stevens und Vlady Ivanov angetreten, war das Spiel bis zum Beginn des letzten Viertels nicht für den favorisierten Gastgeber entschieden.

Cottbus startete unglaublich in das Spiel, traf extrem hochprozentig. Angeführt vom überragenden Ex-Eagle Miller gewannen die Brandenburger über die Stationen 6:0 (2. Minute) und 19:13 (7.) das erste Viertel klar mit 33:17. Das Spiel war eigentlich entschieden, eine kraftzehrende Aufholjagd war wieder einmal für die Magdeburger angesagt.

Diese schien es nicht zu geben. Cottbus machte was es wollte und erhöhte auf 42:19 (14.). Jetzt endlich kamen die Magdeburger besser ins Spiel und gestalteten durch Nitsch, Canty und Gebert das zweite Viertel ausgeglichen, dennoch lagen die Gäste zur Pause deutlich mit 18 Punkte hinten.

Dann folgte ein verrücktes drittes Viertel für die Magdeburger Adler. Cottbus setzte den überragenden, aber foulbelasteten Miller auf die Auswechselbank und bekam sofort Probleme mit der Spielkontrolle. Die Gäste holten über die Stationen 60:48 (25) und 60:55 (26.) auf und verkürzten per Dreier von Harke zum 65:63 (30.).

Die Gastgeber agierten nun wieder mit Miller. Der riss das Spiel sofort an sich und dominierte es nach Belieben. Es hätte an diesem Nachmittag in Cottbus schon eines Derrick Stevens auf Magdeburger Seite bedurft, der aber weiter verletzt ist. Miller holte sich das vierte Foul.

Die BG-Angreifer sollten permanent gegen Miller ziehen, um das fünfte Foul zu provozieren. Diese Aufgabe wurde nicht erfüllt. Deshalb war Coach Opitz extrem sauer und machte später noch in der Kabine eine Videoauswertung mit seinem deprimierten Team. Harke brachte die Gäste sogar auf 70:69 heran. Doch dann kostete eigenes Unvermögen den möglichen Erfolg.

Die Febro Eagles ließen "Flieger" Miller gewähren, der die Cottbusser zum umjubelten Sieg führte. Ohne die Anweisungen ihres Coaches umzusetzen, gaben die Gäste das Spiel über die Stationen 80:71 (38.) und 89:74 (40.) bis zum 92:79 Endstand ab. Am Ende stand eine vermeidbare Niederlage, die dann auch noch zu hoch ausfiel.

Dennoch erkannte man eine Leistungssteigerung, die die Trainingsleistung bestätigte. Und hätte das Team es geschafft, ihren ehemaligen Teamkollegen Miller jr. zum fünften Foul zu zwingen…..

BG Magdeburg: Markiewicz 9, Canty 18, Zydorek 5, Harke 12, Günther, Pöllnitz, Ahrens 2, Maue 6, Nitsch 17, Gebert 10, Alsen.