Magdeburg (jae). Zwar gewann die Reserve des HSC 2000 das Spiel der Sachsen-Anhalt-Liga im Handball beim SV Großgrimma am Ende deutlich mit 34:22 (13:9), doch insbesondere in der ersten Halbzeit zeigten die Juniors gegen den sich nie aufgebenden Tabellenelften eine desolate Leistung.

Ziel der HSC-Zweiten war es, die Vorwochenleistung vom erfolgreichen Pokalspiel gegen Schkopau zu bestätigen und insbesondere über eine aggressive Deckung zu einfachen Toren zu kommen. Aber schon die Erwärmung ließ erahnen, dass dies nicht umgesetzt werden kann.

Zwar führten die Gäste nach neun Minuten mit 6:3, was aber eher an dem am Anfang sehr nervösen Gegner lag. Denn in den folgenden fünf Minuten spielte sich Großgrimma in einen wahren Rausch und drehte die Partie in eine eigene 8:6-Führung. Die nun fällige Auszeit und mehrere Wechsel sorgten aber für die erneute Wende. So erspielten sich die Stadtfelderinnen bis zur Pause einen Vier-Tore-Vorsprung (13:9).

Die nun etwas lautere Kabinenansprache schien die junge HSC-Sieben endlich wachzurütteln. Mit einem enorm hohen Tempo setzte sie Großgrimma unter Druck und baute seinen Vorsprung schnell auf 21:12 aus. Doch war das nur ein kleines Strohfeuer. Zwar zeigte man sich im taktischen Bereich dem Gastgeber klar überlegen, doch war das Abschlussverhalten auf Grund fehlender psychischer Frische einer Spitzenmannschaft absolut unwürdig.

Trotzdem solle man aber auch der gegnerischen Torhüterin genügend Respekt zollen, die sich in den letzten 15 Minuten absolute Bestnoten verdiente. So stand zwar am Ende ein klarer und auch verdienter 34:22–Erfolg zu Buche, doch zufrieden konnte der Tabellenzweite mit der gezeigten Leistung nicht sein.

HSC 2000 II: Mracek, Bormann - Lampe 4, Garz, Heimburg 6, Fliess 3, Klöppel 1, Kumpf 3, Franke 7, Degen 3, Els 2, Kracht 2, Lüter 3.