Bei der zwölften Auflage des Sudenburg-Laufes gab es am Sonnabend angesichts der brütenden Hitze nur Sieger, aber keine Verlierer. Ein Kompliment gilt allen, die ins Ziel kamen.

Sudenburg l "Die Hitze und sicherlich auch die Fußball-WM haben dazu beigetragen, dass neue Rekordzeiten und größere Teilnehmerfelder ausblieben", sinnierte Cheforganisator Ralf Zander nach der letzten Siegerehrung und beim Aufräumen zur besten Mittagszeit am Sonnabend.

"Schon beim Abholen der Startnummern am Freitagabend war deutlich weniger los als sonst, aber da spielte ja Deutschland gegen Frankreich", so Zander. Am Sonnabend selbst, als pünktlich zum ersten Start die Sonne das Quecksilber im Thermometer in Blitzeseile nach oben trieb, blieb so manch gemeldeter Läufer dem Start fern.

Beim Schnupperlauf hatten sich elf von 55 abgemeldet, über 4,4 km gingen 255 von 292 Anmeldern auf die eine Runde, die zwei über insgesamt elf Kilometer nahmen schließlich 478 statt der avisierten 550 Läuferinnen und Läufer in Angriff. "Dafür hatten wir eine auffallend hohe Zahl von Läufern und Läuferinnen, die sich ausdrücklich bedankt haben. Und das ist für uns ein schönes Gefühl", freute sich Ralf Zander auch im Namen seiner Helfer.

Nicht abschrecken ließen sich die beiden Magdeburger "Dauer(b)renner" Uwe Glöckner und Manfred Lange, die als einzige Teilnehmer bei allen bisherigen zwölf Sudenburg-Läufen am Start waren.

Groß war die Freude bei allen im Ziel. Ob bei den Jüngsten über 400 Meter, die auch die notdürftig geschlossene Baugrube in der Heidestraße mehr oder weniger gekonnt überwanden, oder den Teilnehmern der Hauptläufe über 4,4 bzw. elf Kilometer. In Abwesenheit der Vorjahressieger überquerten die Magdeburger Igor Yatsyna in 14:54,5 Minuten über 4,4 km und Sebastian Anselm (beide M 20) über 11 km in 38:18,0 Minuten als Sieger das Ziel. Schnellste Frau über die lange Distanz war Doreen Kruska (Mrs. Sporty Magdeburg).

Fast anderthalb Stunden nach dem letzten Start durch die beiden Magdeburger Bundestagsabgeordneten Tino Sorge (CDU) und Burkhard Lischka (SPD) warteten die Zeitnehmer immer noch auf den letzten Läufer über den "langen Kanten", als der dann aber nicht mehr gesichtet wurde, kam das Signal zum "Abkegeln", sammelten die fleißigen Helfer die rot-weißen Leitkegel auf der Halberstädter Straße ein, baute die Firma "Hucke Timing" ihre Zeitmessanlage im Zielbereich ab.

Danach gab es für die meisten Teilnehmer nur noch eines: viel trinken oder Eis essen. Dann kam sie aber schon, die Vorfreude auf den 13. Sudenburg-Lauf.

 

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