Sudenburg. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge hat Preussen-Trainer Dirk Hannemann die gestrige Absage des samstäglichen Nachholspieles gegen den FC Grün-Weiß Piesteritz aufgenommen. Mit einem lachenden Auge, da ihm nun noch eine weitere Woche Zeit zur Vorbereitung bleibt. Mit einem weinenden Auge in Hinblick auf den Terminkalender.

Das Heinrich-Germer-Stadion war durch den Eigentümer Stadt Magdeburg eh noch für jeden Trainings- und Wettkampfbetrieb gesperrt. Gestern sperrte nun auch der MSV 90 als Pächter der Sportanlage an der Bodestraße den dortigen Rasenplatz sowie die beiden Kunstrasenplätze.

Damit steht dem aktuellen Spitzenreiter der Verbandsliga aus Sudenburg im Februar ein Monat der Wahrheit bevor. So alle Spiele stattfinden, muss die Hannemann-Elf dreimal auswärts antreten, bestreitet nur ein Spiel zu Hause. Zunächst folgen an den beiden kommenden Wochenenden das Nachholspiel vom 15. Spieltag beim Haldensleber SC und danach das Spiel beim FC Grün-Weiß Wolfen. Am 19. Februar soll der TSV Völpke in Magdeburg gastieren, ehe es dann am 26. Februar zum Gastspiel nach Bernburg geht.

"Bleibt zu hoffen, dass ab kommender Woche alle Spiele ausgetragen werden können", hoffte nicht nur der Coach der Preussen. Ansonsten drohen englische Wochen, welche den Meisterschaftsausgang gehörig auf den Kopf stellen können.

Dass Hannemann auf Grund von Verletzungen, Krankheiten und Urlaub noch nicht ganz mit dem Vorbereitungsstand seiner Mannschaft zufrieden ist, sah man auch am Mittwoch. Da trafen die Sudenburger auf einen hoch engagierten Gastgeber und Lokalkontrahenten MSV Börde aus der Landesliga. Am Ende trennten sich beide Teams 1:1 (0:1). Daniel Zoll brachte nach toller Vorarbeit von Kevin Wunderling Börde nach 40 Minuten mit 1:0 in Front. Daniel Sommermeyer stellte mit einem kapitalen 30-Meter-Schuss nach 50 Minuten den Endstand her.

"Das war von beiden Mannschaften eine auf hohem Tempo und mit viel Engagement geführte Partie", war Hannemann des Lobes voll.

MSV 90 Preussen: Juckelandt – Mensch, Terasa, Schulz, Kagelmann, Tietz, Röhl, Boßmann, Sommermeyer, Arns, Göres (Bernet, Dapkus, Kauffmann, Knöfler, Ginter, Behr).