Zu einem weiteren Endspiel im Kampf um die Qualifikation für die zukünftig eingleisige 2. Liga erwarten die Bundes-ligahandballerinnen des HSC 2000 heute den Nachbarn SV Union Halle-Neustadt. Nachdem sich die Elbestädterinnen bereits vor Wochenfrist mit einem Punktgewinn in Wismar zurückmeldeten, soll gegen die "Wildcats" aus Halle der erste Sieg in diesem Jahr folgen. Anwurf in der Barleber Mittellandhalle ist heute Abend um 19 Uhr.

Magdeburg. So langsam wird die sportliche Situation bei den Zweitligadamen des HSC 2000 immer schwieriger. Trotz großem Kampf und einer überzeugenden Leistung schrammten die Schützlinge von Trainer Grzegorz Subocz am vergangenen Wochenende in Wismar haarscharf am ersten Sieg in diesem Jahr vorbei.

Folglich geht es für die Elbestädterinnen an diesem Wochenende im elften Sachsen-Anhalt-Derby gegen den SV Union Halle-Neustadt erneut um alles oder nichts. Im Duell des Tabellenzehnten mit dem aktuellen Zweiten scheint das Kräfteverhältnis zwar recht deutlich zu Gunsten der Hallenserinnen auszufallen. Dennoch will sich der Gastgeber zur ungewohnten Anwurfzeit teuer verkaufen.

Die gezeigte Leistung vor Wochenfrist lässt sowohl Mannschaft als auch die Verantwortlichen beim HSC 2000 etwas zuversichtlich auf den bevorstehenden Vergleich mit den "Wildcats" schauen, konnten diese doch gegen Oyten zuletzt nicht überzeugen.

Dennoch weiß man auf Magdeburger Seite auch um die Spielstärke des aktuellen Tabellenzweiten, der mit Eileen Uhlig zudem die torgefährlichste Spielerin der Liga in den eigenen Reihen hat. Entsprechend intensiv fiel auch die Spielvorbereitung der Bandits unter der Trainingswoche aus, will man doch versuchen, die Gäste erst gar nicht in ihr gefährliches Tempospiel kommen zu lassen und somit einfache Gegentore zu verhindern.

Darüber hinaus wird vor allem die Abwehrreihe der Elbestädterinnen wieder voll gefordert sein, um die im "1:1" starken Hallenserinnen nicht zum Zug kommen zu lassen und somit die Torgefahr aus dem Rückraum zu minimieren.

Eine weitere entscheidende Komponente könnte die Torwartposition werden. Während Anne Hofmeister und Neuzugang Silke Schache zuletzt starke Leistungen beim HSC abrufen konnten, haderte Halles Trainer Arne Kühr hingegen mit seinen Torfrauen.

Personell dürften sich die Magdeburgerinnen bereits vor dem Derby einen kleinen Vorteil verschafft haben, da Bandits-Trainer Subocz auf den kompletten Kader zurück reifen kann. Anders sieht es bei seinem Gegenüber Arne Kühr aus, der unter der Woche auf Simona Roubinkova und Torfrau Janice Fleischer verzichten musste. Hinter beiden steht vor dem Einsatz am Samstag noch ein großes Fragezeichen, was die "Wildcats" natürlich enorm schwächen würde.

Doch trotz der drohenden Ausfälle stehen bei den Hallensern die Zeichen vor dem Derby eindeutig auf Sieg, konnte man doch von den letzten zehn Vergleichen immerhin acht für sich entscheiden. Auch wenn die Statistik recht eindeutig ausfällt, so können sich die Zuschauer auf ein spannendes Spiel freuen.