Eichenweiler l An das Landespokalspiel gegen den 1. FC Bitterfeld-Wolfen vom vergangenen Sonnabend werden die Landesliga-Kicker des SV Fortuna wohl noch eine Weile denken. Nicht nur, weil sie gegen den Verbandsligisten unglücklich mit 1:2 verloren, sondern weil es nach dem Schlusspfiff des wenig überzeugenden Referees Dustin Leske zu unschönen Szenen kam, die in einer Anzeige für Fortuna-Coach Dirk Hannemann gipfelten.

Bereits in der hektischen Schlussphase der Partie gerieten Hannemann und ein FC-Betreuer verbal aneinander. Nach dem Abpfiff kam es dann noch auf dem Platz zu einer Rangelei (Volksstimme berichtete).

Mittendrin Hannemann, der sich selbst als "Gerechtigkeitsfanatiker" beschreibt, und der Gästetorhüter Robert Hahn anging. Ausgerechnet Hannemann-Kumpel Philipp Jakuszeit, der nach 68 Minuten eine umstrittene Rote Karte sah, konnte seinen aufgebrachten Coach schließlich auf dem Rasen von weiteren Taten zurückhalten.

Dennoch riefen die Gäste noch aus der Kabine nach der Polizei, die auch mit einem Streifenwagen anrückte und eine Anzeige von Hahn gegen Hannemann wegen Körperverletzung aufnahm. "Im Schiedsrichterbericht ist von alldem nichts vermerkt, nur Rotsünder Jakuszeit bleibt vorgesperrt, bis das Sportgericht aktiv wird", so Fortuna-Geschäftsstellenleiter Manfred Bloch.

Hannemann, der sich mit seinem Anwalt beraten wollte, entschuldigte sich inzwischen vor der Mannschaft. Fortuna-Abteilungsleiter Falko Söchtig bat zudem FC-Manager An-dreas Mieth um Einflussnahme auf Robert Hahn, damit der seine Anzeige zurückzieht.

Am heutigen Donnerstag "darf" sich Hannemann vor dem Fortuna-Präsidium um Präsident Detlef John, Vize Thomas Knobbe, Schatzmeisterin Sigrid Lüderitz und Nachwuchsleiter Norman Schubert erklären.

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