In einer für alle Beteiligten in Erinnerung bleibenden Hinrundennachholpartie der Fußball-Landesliga Nord gegen den SV Eintracht Salzwedel, konnte die SG Handwerk nach einer für den Hausherren ernüchternden ersten Hälfte eine sicher geglaubte Niederlage noch in einen sehr moralgeprägten 5:3 (0:3)-Sieg umwandeln. Während Benecke (11.), Weiß (30., Foulelfmeter) und Komnick (43.) für die Gäste trafen, waren Lindner (53.), Brockel (53.), Spahija (65.), Wolff (78., Foulelfmeter) und Bauer (91.) für den Gastgeber erfolgreich.

Neue Neustadt. Die SG Handwerk wirkte sehr selbstbewusst, wollte von Anfang an Salzwedel bespielen und schnürte den Gegner in dessen Hälfte ein. Doch die erste halbe Chance nutzte Benecke für die Altmärker zur überraschenden Führung. Handwerk wirkte danach weiter bemüht, konnte auch durch Berlin (12.) und Hauer (15.) gute Möglichkeiten verzeichnen. Doch weiter traf nur der Gast. Nach Foul von Belé an Benecke zeigte Schiedsrichter Bree auf den Punkt. Weiß ließ sich diese Chance zum 0:2 nicht nehmen.

Doch es kam noch schlimmer für die SGH. Nachdem Denecke im eigenen Fünfmeterraum mit dem Ball ausrutschte, ließ sich Torjäger Komnick nicht lange bitten und traf für Salzwedel zum überraschenden 3:0-Pausenstand.

Obwohl schier hoffnungslos in Rückstand liegend, merkte man den Ellrott-Schützlingen nach der Pause an, dass sie sich längst noch nicht aufgegeben hatten. Die Belohnung für ihre Angriffsbemühungen bekamen die Handwerker in der 53. Minute, als Lindner durch Spahija freigespielt wurde und dieser überlegt zum 1:3 einschob. Handwerk blieb nun am Drücker und konnte durch einen Distanzschuss von Brockel nur fünf Minuten später auf 2:3 verkürzen. Salzwedel wirkte fortan wie gelähmt und hatte nach dem Ausgleich (65.) durch Spahijas neunten Saisontreffer nichts mehr entgegenzusetzen.

Der Gastgeber spielte wie entfesselt und erzwang in der 78. Minute durch Wolff vom Punkt die Führung. Zuvor wurde Liedtke nach schöner Einzelleistung im Strafraum von den Beinen geholt. Die Gäste wollten dann nur noch so schnell wie möglich vom Platz, da Handwerk unermüdlich weiter das Tor der Eintracht bespielte. Mit dem 5:3 durch Bauer in der Nachspielzeit konnte die SGH einen letzten Akzent in einer furiosen Partie setzen.

SG Handwerk: Denecke – Petersdorf, Belé, Lindner, Brockel, Hauer, Sohmann, Avdyli (74. Liedtke), Spahija, Wolff (79. Hein), Berlin (88. Bauer).